Hosts: Joshua Topolsky
Guest: Jon Rubinstein, CEO Palm, Inc.
The Engadget Show – 001: Jon Rubinstein, Bit Shifter, iPod event, Moto CLIQ, N900.
heise online – 18.09.09 – Palm nimmt Abschied von Windows Mobile.
webOSworld – News, Tipps und Tricks rund um den Palm Pre und webOS
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Palm hat eine überarbeitete Version 1.1 des Mobile-Betriebssystems webOS vorgestellt. Die Unterstützung für Exchange ActiveSync (EAS) ermögliche nun auch die Fernlöschung eines gestohlenen oder verloren gegangenen Palm Pre, teilt Palm im offiziellen Firmen-Blog mit. Außerdem unterstütze webOS nun auch die Passwort/PIN-Anforderungen von EAS, das Timeout bei Inaktivität und können nun besser mit Zertifikaten umgehen.
Palm hat das Update außerdem genutzt, Apple wieder ein Schnippchen zu schlagen. So kann ein Palm Pre wieder mit der aktuellen iTunes-Software wie ein iPod oder ein iPhone synchronisiert werden. Das webOS wird über die WLAN- oder Mobilfunkverbindung aktualisert.
The Official Palm Blog: Palm webOS 1.1 enhances support for enterprise — and beyond.
Schauen wir uns den Palm Pre im Detail an:
Im Innern des Palm Pre wurde ein ARM Cortex-A8-Prozessor verbaut (PowerVR SGX 530 + 430MHz GPU C64x DSP + + ISP). Das Smartphone verfügt über 8 GB internen Flash-Speicher. Leider kann der Speicherplatz im Palm Pre nicht über einen microSD-Speicherkarten-Steckplatz erweitert werden. Angeblich konnte in der Konstruktion des Gerätes dieser Slot nicht untergebracht werden, so dass der Palm Pre zumindest im Vergleich zum 16GB iPhone deutlich kleiner ausfällt. Immerhin gibt es eine microUSB-Verbindung, an die auch ein externer Speicher angeschlossen werden kann.
Der Palm Pre wird mit einem 3,1-Zoll-Touchscreen auf den Markt kommen, mit dem man eine Auflösung von 320×480 Pixel (HVGA) darzustellen. Die eingebaute Kamera hat eine Auflösung von drei Megapixel und ist mit einem LED-Blitz und einer erweiterte Tiefenschärfe-Funktion ausgestattet. Allerdings gibt es keinen Zoom. Beim Kopfhöreranschluss hat Palm von den Fehlern von Apple bei der ersten iPhone-Generation und HTC bei den aktuellen Touch-Geräten gelernt und bietet eine ganz normale 3,5-mm-Headset-Buchse an, in die man auch seine Lieblingskopfhörer stöpseln kann. Außerdem unterstützt der Palm Pre Bluetooth mit A2DP und Stereo-Bluetooth-Unterstützung, so dass beispielsweise drahtlose Lautsprecher angeschlossen werden können. Die Radio-Module des Palm Pre unterstützen Wi-Fi (802.11 b / g) sowie in den USA CDMA EVDO Rev A und in Europa UMTS HSDPA.
Um sich vom iPhone von Apple abzusetzen, hat Palm den Pre mit einer Hardware-Tastatur ausgestattet, die als Slider herausgeschoben werden kann. Es soll aber auch eine Software-Tastatur geben. Weiterhin stecken im Palm Pre Sensoren für die Beschleunigung, Umgebungslicht und Distanz, so dass das Gerät mit dem iPhone mithalten kann. Folgende Multimediaformate werden unterstützt: MP3, AAC, AAC+, AMR, QCELP und WAV im Audio-Bereich sowie die Videoformate MPEG-4, H.263 und H.264. Im Palm Pre befindet sich weiterhin ein GPS-Empfänger. Das Gerät unterstützt MMS, SMS, Chat sowie Flash.
Für den einfachen Zugriff auf die Dienste von Google, Facebook und LinkedIn gibt es eigene Anwendungen. Zur optimalen Kommunikation mit einem Exchange-Server hat Palm die Technologie Active Sync von Microsoft lizenziert.
Eine Schlüsselfunktion des neuen Betriebssystems webOS heißt Palm Synergy, diedem Anwender helfen soll, Informationen aus mehreren Kalendern, unterschiedlichen Adressbüchern oder Messaging-Anwendungen auf einem Gerät zu vereinen, egal wo sie stehen. Dazu gehört fie Funktion „verlinkte Kontakte“. Wenn beispielsweise Kontakte in Outlook, Google und Facebook geführt werden, erkennt Synergy identische Einträge und verlinkt die Informationen, um sie dann in einer vereinheitlichten Ansicht darzustellen. Werden einzelne Kontakte auf dem webOS Gerät aktualisiert, erfolgt automatisch das entsprechende Update auf den jeweiligen anderen Konten, ob Web oder Desktop-Computer
Ähnlich arbeitet auch die Funktion „Kalender in Ebenen“. Dabei können verschiedene Kalender oder unterschiedliche Kategorien wie beispielsweise „Arbeit“, „Familie“, oder „Sport“ in Ebenen betrachtet werden.
Weiterhin bietet der Palm Pre ein „kombiniertes Messaging“. Dabei stellt Synergy sämtliche Unterhaltungen mit einer Person in einer Chat-Ansicht dar (ähnlich wie bei der SMS-Funktion des iPhone), selbst wenn die Unterhaltung in einem InstantMessanger gestartet wurde und per SMS geantwort wird. Alle Freunde, die online sind, werden in der Kontaktliste als aktiv gekennzeichnet und können mit nur einem Fingerdruck kontaktiert werden.
Beifall erhielt Palm auch für die Funktion einer Universal-Suche, die die unterschiedlichsten Inhalte auf dem Smartphone einschließt. Auch das Tisch-Ladegerät Touchstone wurde bestaunt, mit dem der Pre induktiv ohne Steckverbindung aufgeladen und stabil auf dem Schreibtisch geparkt werden kann. Der Touchstone erfordert allerdings eine spezielle Batterieabdeckung.Vermisst haben wir eine Alarm-Anwendung, die Unterstützung für eine Bluetooth-Tastatur sowie den bereits erwähnten fehlenden microSD-Kartensteckplatz. Schön wäre auch eine Emulation des PalmOS gewesen, um populäre Anwendungen für die Palm Pilots und Treos laufen lassen zu können. Weiterhin gibt es (noch) keine Möglichkeit, Videos aufzuzeichnen oder den Palm Pre als Diktiergerät zu gebrauchen. Noch nicht bekannt ist, wann Palm ein Software Developer Kit (SDK) auf den Markt bringen wird. Und ohne SDK wird es keine Anwendungen (Apps) geben.
Palm hat erste Entwicklerinformationen zu seinem neuen Linux-basierten Betriebssystem webOS veröffentlicht. Wie bei der ersten Vorstellung des Palm Pre in Las Vegas angekündigt, werden Anwendungen für das Smartphone-System mit Standard-Webtechniken geschrieben: HTML, CSS, JavaScript.
Ein JavaScript-API erlaubt den Zugriff auf Gerätefunktionen und standardisierte GUI-Elemente. Auf dem Linux-Kernel läuft ein so genannter System Manager als Schicht zwischen Hardware, Betriebssystem und Programmen, die den Anwendungen eine Browser-ähnliche Laufzeitumgebung bietet. Das System ist explizit für den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Programme vorgesehen.
Palm.com : Palm Developer Network – Palm webOS from O’Reilly Media
heise mobil – 19.02.09 – Erste technische Informationen zu Palms WebOS.

Palm Pre

Jon Rubinstein: Von der Hängematte in Mexiko auf die Launchbühne der CES
Rubinstein setzte durch, dass bei dem von Grund auf neu geschriebenen Betriebssystem “webOS” alte Zöpfe abgeschnitten werden. Die Anwendungen, die darauf laufen, benötigen nach Angaben von Palm nur die Standard-Zutaten einer modernen Web-Applikation: CSS, XHTML und JavaScript. Damit könnte Palm vom Start an auch eine riesige Entwickler-Gemeinde setzen, die ohnehin mit den Web-Standards vertraut sind.
Was macht den Palm Pre nun so besonders? Zunächst hat Palm dem Gerät einen ordentlichen Prozessor spendiert. Als CPU fungiert ein Texas Instruments OMAP3430. Die Open Multimedia Application Platform von TI wird auch in Nokia-Geräten der N-Serie eingesetzt. Weiterhin hat das Gerät Bewegungssensoren, einen GPS-Empfänger und einen austauschbaren Akku.
Die Magie des Palm Pre ergibt sich aber weniger aus den Hardeware-Details, sondern aus der eingesetzten Software, die mit einer extrem übersichtlichen und aufgeräumten, modern designten Oberfläche erscheint. Ed Colligan erinnerte daran, dass der erste Palm-PDA, der Palm Pilot, damals nicht entworfen wurde, um mit dem Apple Newton zu konkurrieren, sondern mit Stift und Papier. Beim Palm Treo habe man die Vielzahl der Geräte (PDA, MP3-Player, Mobiltelefon) reduzieren und in einem Device vereinen wollen. Heute müsse man das Problem lösen, dass wichtige Informationen an den verschiedensten Orten gespeichert sind. Auf dem PC im Büro oder zu Hause, auf dem Handy, in Sozialnetwerken wie Facebook oder im Web. Mit dem webOS will Palm diese Informationen zusammenführen.
In der Pressemitteilung von Palm liest sich das so:
Die neue Plattform beinhaltet Palm Synergy (TM), eine Schlüsselfunktion von webOS, die alle gewünschten Informationen in einer logischen Übersicht darstellt. Man muss sich keine Gedanken mehr zu mehreren Kalendern, unterschiedlichen Adressbüchern oder Messaging-Anwendungen machen – Synergy bringt alle Informationen und Aktivitäten in eine übersichtliche und umfassende Ansicht.
- Verlinkte Kontakte – Mit Synergy hat man in einer Ansicht alle Kontakte unabhängig von Ihrem Quellort. D.h. wenn beispielsweise Kontakte in Outlook, Google und Facebook geführt werden, erkennt Synergy identische Kontakte und verlinkt die Informationen um sie in einer Ansicht darzustellen. Werden einzelne Kontakte auf dem webOS Gerät aktualisiert, erfolgt automatisch das entsprechende Update auf den jeweiligen anderen Konten, ob Web oder Desktop-Computer
- Kalender in Ebenen – Verschiedene Kalender oder unterschiedliche Kategorien wie beispielsweise ‘Arbeit’, ‘Familie’, oder ‘Sport’ können in Ebenen betrachtet werden. Durch einfaches Umschalten wählt man zwischen allen Ebenen oder nur einer bestimmten
- Kombiniertes Messaging – Synergy stellt sämtliche Unterhaltungen mit einer Person in einer Chat-Ansicht dar, selbst wenn die Unterhaltung in einem InstantMessanger gestartet wurde und per SMS geantwort wird. Alle Freunde die online sind, werden in der Kontaktliste als aktiv gekennzeichnet und können mit nur einem Fingerdruck kontaktiert werden
In einem Aspekt schein der Palm Pre dem derzeitigen iPhone besonders überlegen, nämlich beim Multitasking. Das iPhone kann keine Anwendungen parallel laufen lassen. Auch die Austauschmöglichkeiten zwischen den Anwendungen sind nur sehr begrenzt. Das iPhone OS beherrscht noch nicht einmal Cut&Paste, so dass bestimmte Informationen aus einer Notiz oder einer Web-Site beispielsweise nicht einfach in einen Kalendereintrag oder eine E-Mail übernommen werden können. Der Palm Pre arbeitet dagegen mit einer Karten-Metapher, bei der verschiedene Karten nebeneinander liegen und man leicht zwischen den Karten hin- und herspringen kann.
Rubinstein und sein Team haben dem Palm Pre zwar mit mehr Hardware-Knöpfen als beim iPhone ausgestattet. Auf dem Bildschirm dagegen findet man kaum Buttons oder andere Elemente zum Antippen. Vielmehr arbeitet der Pre mit einer Reihe von Fingergesten. Das dürfte die einzige Hürde für die frisch gebackenen Pre-Besitzer sein. Bevor man die (auf mich sehr intuitiv wirkenden) Gesten nicht in Fleisch und Blut übergegangen sind, dürfte die Bedienung des Pre noch nicht optimal funktionieren.
Der Palm Pre wird zunächst in den USA “im ersten Halbjahr 2009″ auf den Markt kommen. Obwohl das Gerät bei der Demo auf der CES schon einen ziemlich ausgereiften Eindruck hinterlassen hat, müssen nach den Worten von Rubinstein noch etliche Optimierungen vorgenommen werden. Außerdem dauert allein der Genehmigungsprozsess durch die FCC in den USA rund zwei Monate Zeit. Und die bei der FCC vorgestellten Geräte lassen sich ohnehin nicht mehr geheim halten.
Rubinstein weiß aus seiner Zeit bei Apple, dass man ein komplettes Ökosystem rund um ein Produkt schaffen muss, um es wirklich erfolgreich zu machen. Bei iPod sind dies Schutzhüllen, Docking-Stations, Kfz-Anschlüsse usw. Auch für den Palm Pre soll zum Marktstart etliches Zubehör verfügbar sein: Ein Ladegerät sorgte bereits auf der CES für Aufsehen. Palm wird den sogenannten Palm Touchstone auf den Markt bringen, mit dem man den Akku des Palm Pre induktiv ohne eine eigene Kabelverbindung zwischen Ladegerät und Mobiltelefon aufladen kann. Ein Magnet hält den Pre auf den Touchstone fest, so dass man während des Ladevorgangs von Pre Musik abspielen oder ein Telefonat über die eingebaute Freisprechanlage führen kann.
Der Palm Pre im Überblick (Quelle: Palm):
The Palm Pre: CES 2009′s Hottest Product -- News and Analysis by PC Magazine