Archive for the 'webOS' Category

Palm öffnet Pre für C/C++-Entwicklung

Bislang waren Anwendungen für Palms Pre-Geräte auf die üblichen Web-Techniken HTML, CSS und JavaScript beschränkt. Nun stellt die Firma die Betaversion eines Plug-in Development Kit (PDK) vor, mit dem sich C- und C++-Programme erstellen und auf dem Smartphone installieren lassen. Die Umgebung existiert zunächst für Mac OS X, wo sie sich in Apples Xcode einfügt, und Windows. Dort integriert sie sich in Visual Studio. Eine Linux-Variante will Palm später nachreichen.

Weitere Details via iX – Palm öffnet Pre für C/C++-Entwicklung

WebOS-Software direkt im Browser entwickeln

Palm hat die Entwicklungsumgebung für WebOS, Ares, als öffentliche Beta veröffentlicht. Mit Ares lassen sich Applikationen für WebOS direkt im Browser entwickeln. Die Installation eines lokalen Software-Developer-Kits (SDK) ist nicht erforderlich, um Programme für WebOS-Geräte wie das Palm Pre oder das Palm Pixi zu entwickeln.

viaAres Beta: WebOS-Software direkt im Browser entwickeln – Golem.de.

Palm Pre im Praxistest (1) – Das iPhone bekommt Konkurrenz

Der Palm Pre bei O2

Der Palm Pre ist nun auch in Deutschland angekommen: Vier Monate nach dem Verkaufsstart in den USA bringt O2 das mit Vorschusslorbeeren bedachte Surf-Handy von Palm für 481 Euro die Läden. Die UMTS-Version des Pre kann auch ohne einen O2-Vertrag erworben werden. Da die deutsche felefonica-Tochter auf eine Netzsperre, also einen Netlock oder SIM-Lock verzichtet, kann das handliche Smartphone aber auch problemlos in den Netzen von T-Mobile, Vodafone oder E-Plus betrieben werden.

In manchen O2-Shops bestehen die Verkäufer darauf, dass die Kunden einen Ratenzahlungsvertrag “MyHandy” abschließen, der aus einem Euro Anzahlung und 24 Raten á 20 Euro besteht. Wem das zu lästig kann, kann aber auch darauf bestehen, das gerät ohne weitere Verpflichtung mit einer Einmalzahlung von 481 Euro nach Hause mitzunehmen.

Wie auf dieser Site mehrfach erläutert, wurde für den Palm Pre mit WebOS ein völlig neues Handy-Betriebssystem entwickelt. Damit ist der Pre im Gegensatz zum iPhone von Apple auch in der Lage, mehrere Anwendungen parallel laufen zu lassen. Dieses “Multitasking” erweist sich im alltäglichen Umgang als sehr praktisch – beispielsweise wenn der Nutzer während eines Telefonats in seinen Online-Kalender schauen möchte.

Punkte sammelt der Palm Pre auch mit “Synergy”. Mit dieser Funktion werden Kontaktinformationen aus einem lokal vorhandenen Adressbuch mit sozialen Netzwerken abgeglichen. Dabei wird für eine Person nur ein Eintrag angelegt. Auch im digitalen Kalender des Pre können unterschiedliche Datenquellen zusammengeführt werden, etwa die Bürotermine aus Microsoft Exhange und private Verabredungen, die in einem Google Kalender eingetragen sind.

Palm Pre mit Tastatur

Vom iPhone setzt sich der Palm Pre auch mit einer Qwertz-Tastatur ab. Sie erscheint, wenn man den Bildschirm des Smartphones nach oben schiebt. Die knubbeligen Tasten sind gewölbt und haben genügend Abstand, um sie nach einer kurzen Eingewöhnungsphase zielgenau mit Daumen oder Zeigefinger zu treffen. Das Display des Palm Pre besitzt wie das iPhone eine Auflösung von 320 mal 480 Pixel, auch wenn der Bildschirm kleiner ist.

Wie Apple hat Palm sich Webkit als technische Grundlage für den Webbrowser auf dem Smartphone ausgesucht. Und da der Palm Pre wie das iPhone eine Bedienung mit zwei Fingern zum Navigieren und Zoomen unterstützt, fällt das Surferlebnis bei beiden Geräten sehr ähnlich aus. Allerdings setzt Palm noch eine veraltete Version des Webkits ein, so dass beim Acid3-Test der Pre grandios scheitert, während der Safari-Browser mit 100 von 100 möglichjen Punkten eine optimale Bewertung bekommt. Mit dem Acid3-Test (Definition in Wikipedia) wird überprüft, ob ein Browser sich zu den Standards des World Wide Web Consortiums (W3C) konform verhält.

Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass Apple und Palm sich für die gleiche technische Grundlage beim mobilen Browsing entschieden haben. Hinter dem Palm-System WebOS steht nämlich der ehemalige Apple-Manager Jon Rubinstein. Der heute 53 Jahre alte Informatiker hatte Apple Ende der 90er Jahre an der Seite von Steve Jobs mit dem iMac vor dem Totalabsturz bewahrt. Bis zum Jahr 2006 verantwortete er dann das iPod-Geschäft.

Eigentlich wollte Rubinstein sich dann als Edelpensionär aus dem Business zurückziehen und zumindest eine Zeitlang sein Leben geniessen. Doch schon wenige Monate nach seinem Ausscheiden bei Apple fragten der damalige Palm-CEO Ed Colligan und eine Gruppe von Investoren an, ob Rubinstein nicht eine zentrale Rolle bei der Erneuerung von Palm einnehmen wolle. Der Damals 51 Jahre alte Informatiler nahm die Herausforderung an und leitete das Team, das den Palm Pre und das neue WebOS entwickelte. Verkürzt könnte man sagen, dass der Vater des iPod nun dem iPhone Konkurrenz machen möchte.

In diesem Video erzählt Jon Rubinstein noch einmal ausführlich, wie er damals von den Palm-Verantwortlichen angeworben wurde.

Die Apple-Vergangenheit von Rubinstein kann man aber auch bei Palm in manchen Punkten wiedererkennen. So legt er großen Wert darauf, seinen Kunden ein absolut perfektes Erlebnis mit dem Produkt zu gewährleisten. Daher hat Palm nicht nur Hard- und Software sorgfältig aufeinander abgestimmt, sondern kontrolliert auch scheinbar Kleinigkeiten. Das fängt bei der Verpackung des Pre, dessen “Unboxing” einfach Spaß macht bis hin zu den Verkaufstellen, in denen möglichst gut geschulte Verkäufer arbeiten sollen, die das Smartphone im Detail kennen.

Es gibt aber auch Punkte, in denen sich Rubinstein bewusst von seiner Apple-Vergangenheit absetzt. Neue Wege geht Palm beispielsweise bei der Steuerung des WebOS auf dem Pre. Mit verschiedenen Gesten – das sind Wischbewegungen auf dem Display – können die wichtigsten Funktionen des Palm Pre aufgerufen werden. Das erfordert ein wenig Übung und auch hin und wieder einen Blick in die Bedienungsanleitung. Aber nach einigen Tagen gehen diese Gesten ohne großes Nachdenken von der Hand. “Wenn man sich an diese Gesten gewöhnt hat, möchte man doch zum iPhone nicht wieder zurück”, sagte mir Rubinstein in einem Interview, der in dieser Frage natürlich nicht neutral ist.

Weiterlesen beim zweiten Teil des Praxistests:
Der Palm Pre im Praxistest (2) – iTunes und der Palm Pre – Palm, iTunes, Rubinstein, iPhone, Version, Deutschland, Apple, Gesten – webOSworld.

Der Palm Pre im Praxistest (2) – iTunes und der Palm Pre

Palm Pre oder iPod?

Palm Pre oder iPod?

Schlagzeilen produzierte in den vergangenen Wochen ein Kleinkrieg zwischen Apple und Palm um die Nutzung der Apple-Software iTunes durch den Palm Pre. Apple hat iTunes so programmiert, dass eigentlich nur Geräte aus dem eigenen Haus, also iPod-Player oder iPhone-Handys, damit synchronisiert werden können. Palm unterlief dies mit einem “Hack”, der den Pre gegenüber iTunes wie ein iPod aussehen ließ.

Die in Deutschland mit dem Palm ausgelieferte Version WebOS 1.1.3 kann mit der aktuellen iTunes-Version 9.01 bereits nicht mehr synchronisieren. In den USA gibt es aber schon die Version 1.2.1, mit der Palm iTunes wieder täuschen kann.

Palm-Chef Rubinstein hält die iTunes-Diskussion ohnehin für abwegig: “Die Debatte um iTunes und Palm hat die Medien viel mehr beschäftigt als uns”, sagte ermir in einem Interview. Es gebe ohnehin mehrere Wege, den Pre mit Multimedia-Inhalten zu bestücken. Zum einen könne der Anwender einfach per Drag&Drop die Medien-Dateien auf den Palm Pre kopieren.

Der Palm Pre kommuniziert mit iTunes 8.2

Schließt man das Smartphone mit einem USB-Kabel an einen PC oder Mac an, erscheint der Pre wie eine externe Festplatte auf dem Desktop bzw. in der Arbeitsumgebung. “Wir haben sehr viel Mühe darauf verwendet, dass die Medientypen einfach erkannt werden und es keine Rolle spielt, in welchen Ordner man die dateien kopiert hat”, sagt Rubinstein.

Neben Drag&Drop könne der Pre-Anwender auch Sync-Programme wie DoubleTwist, Missing Sync von mark/space oder iTunes verwenden. (Anwender in Deutschland sollten derzeit die Version 8.2 von iTunes verwenden.) „Letztlich wird aber alles in der Internet-Wolke landen, für die ich dann überhaupt keine speziellen Programme auf dem PC mehr benötige.“

Schwach sieht der Palm Pre noch bei den Anwendungen aus, die bislang für WebOS und den Pre zur Verfügung stehen. Der “iTunes App Store” von Apple für das iPhone und den iPod touch platzt aus allen Nähten und bietet auch unendlich viele Anwendungen aus Deutschland – im “Palm App Catalog” stehen derzeit nur 200 Handy-Programme, die fast alle aus den USA stammen. So fehlt beispielsweise eine echte Navigationslösung, wie sie TomTom oder Navigon für das iPhone anbieten. “Wir sind zunächst mit einigen ausgewählten Entwicklern gestartet”, erläutert Rubinstein. Inzwischen sei das Paket zur Entwicklung von WebOS-Programmen aber mehr als 10 000 Mal heruntergeladen worden, so dass demnächst viel mehr Apps für den Palm Pre zu erwarten seien.

Foto-Gallerie – Die Anwendungen auf dem Palm Pre:

(Auf Vorschaubilder klicken, um größeres Bild zu sehen.)

Die noch schmächtige Ausstattung des App Catalog ist auch der Hauptkritikpunkt in den aktuellen Rezensionen, die in den vergangenen Tagen erschienen sind. Sonst bekommt Rubinsteins Smartphone durchweg gute Noten: Michael Spehr, der Technikexperte der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” sieht im Pre sogar “ein neues Zugpferd an der Spitze des Fortschritts”. Der Palm Pre sei “ein erstes, sehr erfolgversprechendes Gerät für ein hervorragendes neues Betriebssystem, das weitaus besser gefällt als Symbian von Nokia oder Windows Mobile”.

Dirk Liedtke vom “Stern” sieht im Palm Pre ein “Schmuckstück für iPhone-Verweigerer”. Wie einst der Palm Pilot helfe der Palm Pre, den Alltag unterwegs online zu organisieren. Der Webzugang sei komfortabel, E-Mail-Konten lassen sich abfragen und Kalenderdaten mit dem PC abgleichen. “Zugegeben, das können viele Smartphones, aber der Pre ist ein besonders harmonisches Gesamtkunstwert aus schicken Design und guter Software”, urteilt Liedtke.

Die Fachzeitschrift “c’t” zieht das Fazit, der Palm Pre könne “in vielen, aber nicht allen Disziplinen mit dem iPhone mithalten” und bemängelt “kleine Unstimmigkeiten”. Die offene Architektur lasse auf Zusatzfunktionen und die Unterstützung weiterer Online-Dienste hoffen, “doch das müssen Palm und die Anwendungsentwickler erstmal einlösen. «Bis dahin bekommt man ein vergleichsweise günstiges Smartphone mit einem mächtigen Betriebssystem, das nicht an teure Spezialverträge gebunden ist.”

Auch Matthias Kremp von “Spiegel Online” hofft auf zusätzliche Anwendungen für den Pre. Dieser Mangel werde auch nicht durch einen Emulator ausgeglichen, mit dem man Programme für das alte Palm OS auf dem Pre zum Laufen bekomme. Sein Urteil zu dem neuen Smartphone: “Es bricht mit Traditionen, ist einmalig. So wie das iPhone, nur anders.”

Die Daten des Palm Pre (Quelle: heise.de)

Die Daten des Palm Pre (Quelle: heise.de)

Palm-CEO Jon Rubinstein bei Engadget

Hosts: Joshua Topolsky
Guest: Jon Rubinstein, CEO Palm, Inc.

The Engadget Show – 001: Jon Rubinstein, Bit Shifter, iPod event, Moto CLIQ, N900.

heise online – 18.09.09 – Palm nimmt Abschied von Windows Mobile.

Palm stellt webOS 1.1 vor – Besserer Exchange-Support – iTunes-Sync wieder möglich

Palm hat eine überarbeitete Version 1.1 des Mobile-Betriebssystems webOS vorgestellt. Die Unterstützung für Exchange ActiveSync (EAS) ermögliche nun auch die Fernlöschung eines gestohlenen oder verloren gegangenen Palm Pre, teilt Palm im offiziellen Firmen-Blog mit. Außerdem unterstütze webOS nun auch die Passwort/PIN-Anforderungen von EAS, das Timeout bei Inaktivität und können nun besser mit Zertifikaten umgehen.

Palm hat das Update außerdem genutzt, Apple wieder ein Schnippchen zu schlagen. So kann ein Palm Pre wieder mit der aktuellen iTunes-Software wie ein iPod oder ein iPhone synchronisiert werden. Das webOS wird über die WLAN- oder Mobilfunkverbindung aktualisert.

The Official Palm Blog: Palm webOS 1.1 enhances support for enterprise — and beyond.

Apple blockiert Sync von Palm Pre mit iTunes

Das war zu erwarten. Apple hat nicht lange gefackelt und mit einem Update von iTunes auf die Version 8.2.1 den Palm Pre wieder ausgesperrt. Ex-iPod-Manager Jon Rubinstein, der heute Palm-Chef ist, hatte vor einigen Wochen überraschend iTunes als Sync-Client wie ein Kanninchen aus dem Hut gezaubert. Palm hat für den Pre nämlich selbst keinen eigenen PC-Client entwickeln lassen, da das Smartphone die Kontakte, E-Mails und andere Informationen mit der Internet-Wolke (Exchange-Server, Googlemail, Facebook etc.) abgleicht. Songs und Videos können nach wie vor über eine USB-Verbindung mit einem PC oder Mac auf den Pre übertragen werden. Den bequemen Abgleich via iTunes hat Apple nun wieder unterbunden.

iTunes 8.2.1 behebt ein Problem bei der Verifizierung von Apple-Geräten

iTunes 8.2.1 »behebt ein Problem bei der Verifizierung von Apple-Geräten«

Apple Blocks Palm Pre iTunes Syncing | PreCentral.net.

Demo Classic Palm OS auf dem Palm Pre

Palm stellt erste Anwendungen und SDK für webOS und Palm Pre vor

Palm hat auf der Web 2.0 Expo in San Francisco den Entwicklern das Software Developer Kit Mojo SDK vorgestellt, mit dem die Programmierer Anwendungen für den Palm Pre und alle kommenden Geräte mit dem Betriebssystem webOS schreiben können.

Gleichzeitig präsentierten Palm und Sprint auf der Mobilfunkmesse CTIA in Las Vegas eine Reihe von Anwendungen, die von unabhängigen Softwareherstellern geschrieben wurden. Dazu gehört Fandango, eine App mit der man das aktuelle Kinoprogramm aufrufen, einen Trailer anschauen und sofort Tickets online buchen kann. Wenn man die Tickets gekauft hat, wird der Termin sogar in den Kalender des Pre eingetragen, der dann rechtzeitig an den Kinobesuch erinnert.

Eine andere Anwendung ist FlightView, eine Echtzeit-Tracking-Anwendung für Flüge. Man kann damit einfach den Status eines Fluges checken, mit dem man selber fliegen möchte oder in dem andere leute sitzen, die man beispielsweise vom Flughafen abholen möchte. Ähnliche Anwendungen findet man auch im iTunes App Store für das iPhone von Apple. Palm zeigte in Las Vegas weiterhin das Internetradio-Programm Pandora, das leider für Anwender in Europa nicht genutzt werden kann.

Die Kollegen in den USA, etwa Bonnie Cha von CNET waren von den Anwendungen recht angetan. Auch Analyst Michael Gartenberg, der das iPhone als Vergleichsgröße gut kennt, lobte den Palm Pre und die Anwendungen: “First impression. Very nice. Apps shown looked very good. More to come”, lautete der knappe Kommentar.

Classic von MotionApps bringt PalmOS-Anwendungen auf den Palm Pre

Classic von MotionApps bringt PalmOS-Anwendungen auf den Palm Pre

Große Begeisterung löste die Anwendung Classic von MotionApps aus mit der auch viele der älteren Programme für das PalmOS unter webOS zum Laufen gebracht werden können. MotionApps verweist darauf, dass es über 30.000 PalmOS-Anwendungen gebe, darunter viele wertvolle Firmenprogramme. Im Vergleich zu einem Palm Treo 700p würden die Anwendungen unter Classic auf dem Palm Pre doppelt so schnell laufen. Zwar garantiert MotionApps nicht, dass jede PalmOS-App zum Laufen gebracht werden kann. Man werde demnächst eine detaillierte Liste mit den kompatiblen PalmOS-Anwendungen veröffentlichen.

Videos:

Web 2.0 Expo Official Video
Michael Abbott, Palm, Inc.

Gizmodo
Palm Pre Apps Hands On: Seriously Good-Looking Programs

Engadget
Palm Pre Classic emulator demoed on video

ZDNet
Web 2.0 Expo: Palm announces WebOS platform, Mojo messaging service

Fotos:

CNET
Palm Pre at CTIA 2009–photos

SlashGear
My hands on with the Palm pre

Artikel:

Forbes.com
Palm Expands Developer Program

Engadget
Palm announces webOS SDK availability, Palm OS emulation for Pre, new cloud services

Gizmodo
New Palm Pre Promo Vid Shows Fandango, Pandora Apps; Multitasking Galore

CNET
Palm opening WebOS SDK up to developers

Wired
Palm Releasing Mojo SDK to Select Developers

TechCrunch
Palm Opens Early Access Program For Pre SDK

SFGate.com
Palm makes its play for developer support

Alex H.
Edelman for Palm
CTIA 2009: Part 3 : Palm Pre (Phone Scoop)

Super-Smartphone Palm Pre: Die wichtigsten Fakten

Palm Pre

Palm Pre

Kaum ein Smartphone wird so sehnlich erwartet wie der Palm Pre. Der kalifornische Handyhersteller präsentierte präsentierte den Prototypen des Palm Pre im Januar 2009 auf der CES in Las Vegas. Seitdem sind etliche Artikel über das Gerät selbst und das neue Betriebssystem, webOS, geschrieben worden. Noch wissen wir nicht, welcher Provider den Palm Pre in Europa anbieten wird. Es spricht viel für Vodafon. Aber angeblich ist auch T-Mobile interessiert. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona im Februar konnte Palm seine europäischen Launch-Partner nicht nennen. Immerhin hatten Palm-CEO Ed Colligan und sein Team UMTS-Versionen des Palm Pre mit nach Spanien gebracht.

Schauen wir uns den Palm Pre im Detail an:

Im Innern des Palm Pre wurde ein ARM Cortex-A8-Prozessor verbaut (PowerVR SGX 530 + 430MHz GPU C64x DSP + + ISP). Das Smartphone verfügt über 8 GB internen Flash-Speicher. Leider kann der Speicherplatz im Palm Pre nicht über einen microSD-Speicherkarten-Steckplatz erweitert werden. Angeblich konnte in der Konstruktion des Gerätes dieser Slot nicht untergebracht werden, so dass der Palm Pre zumindest im Vergleich zum 16GB iPhone deutlich kleiner ausfällt. Immerhin gibt es eine microUSB-Verbindung, an die auch ein externer Speicher angeschlossen werden kann.

Palm Pre und Ladegerät Touchstone

Palm Pre und Ladegerät Touchstone

Der Palm Pre wird mit einem 3,1-Zoll-Touchscreen auf den Markt kommen, mit dem man eine Auflösung von 320×480 Pixel (HVGA) darzustellen. Die eingebaute Kamera hat eine Auflösung von drei Megapixel und ist mit einem LED-Blitz und einer erweiterte Tiefenschärfe-Funktion ausgestattet. Allerdings gibt es keinen Zoom. Beim Kopfhöreranschluss hat Palm von den Fehlern von Apple bei der ersten iPhone-Generation und HTC bei den aktuellen Touch-Geräten gelernt und bietet eine ganz normale 3,5-mm-Headset-Buchse an, in die man auch seine Lieblingskopfhörer stöpseln kann. Außerdem unterstützt der Palm Pre Bluetooth mit A2DP und Stereo-Bluetooth-Unterstützung, so dass beispielsweise drahtlose Lautsprecher angeschlossen werden können. Die Radio-Module des Palm Pre unterstützen Wi-Fi (802.11 b / g) sowie in den USA CDMA EVDO Rev A und in Europa UMTS HSDPA.

Um sich vom iPhone von Apple abzusetzen, hat Palm den Pre mit einer Hardware-Tastatur ausgestattet, die als Slider herausgeschoben werden kann. Es soll aber auch eine Software-Tastatur geben. Weiterhin stecken im Palm Pre Sensoren für die Beschleunigung, Umgebungslicht und Distanz, so dass das Gerät mit dem iPhone mithalten kann. Folgende Multimediaformate werden unterstützt: MP3, AAC, AAC+, AMR, QCELP und WAV im Audio-Bereich sowie die Videoformate MPEG-4, H.263 und H.264. Im Palm Pre befindet sich weiterhin ein GPS-Empfänger. Das Gerät unterstützt MMS, SMS, Chat sowie Flash.

Für den einfachen Zugriff auf die Dienste von Google, Facebook und LinkedIn gibt es eigene Anwendungen. Zur optimalen Kommunikation mit einem Exchange-Server hat Palm die Technologie Active Sync von Microsoft lizenziert.

Eine Schlüsselfunktion des neuen Betriebssystems webOS heißt Palm Synergy, diedem Anwender helfen soll, Informationen aus mehreren Kalendern, unterschiedlichen Adressbüchern oder Messaging-Anwendungen auf einem Gerät zu vereinen, egal wo sie stehen. Dazu gehört fie Funktion „verlinkte Kontakte“. Wenn beispielsweise Kontakte in Outlook, Google und Facebook geführt werden, erkennt Synergy identische Einträge und verlinkt die Informationen, um sie dann in einer vereinheitlichten Ansicht darzustellen. Werden einzelne Kontakte auf dem webOS Gerät aktualisiert, erfolgt automatisch das entsprechende Update auf den jeweiligen anderen Konten, ob Web oder Desktop-Computer

Ähnlich arbeitet auch die Funktion „Kalender in Ebenen“. Dabei können verschiedene Kalender oder unterschiedliche Kategorien wie beispielsweise „Arbeit“, „Familie“, oder „Sport“ in Ebenen betrachtet werden.

Weiterhin bietet der Palm Pre ein „kombiniertes Messaging“. Dabei stellt Synergy sämtliche Unterhaltungen mit einer Person in einer Chat-Ansicht dar (ähnlich wie bei der SMS-Funktion des iPhone), selbst wenn die Unterhaltung in einem InstantMessanger gestartet wurde und per SMS geantwort wird. Alle Freunde, die online sind, werden in der Kontaktliste als aktiv gekennzeichnet und können mit nur einem Fingerdruck kontaktiert werden.

Palm Pre Ladegerät Touchstone

Palm Pre Ladegerät Touchstone

Beifall erhielt Palm auch für die Funktion einer Universal-Suche, die die unterschiedlichsten Inhalte auf dem Smartphone einschließt. Auch das Tisch-Ladegerät Touchstone wurde bestaunt, mit dem der Pre induktiv ohne Steckverbindung aufgeladen und stabil auf dem Schreibtisch geparkt werden kann. Der Touchstone erfordert allerdings eine spezielle Batterieabdeckung.

Vermisst haben wir eine Alarm-Anwendung, die Unterstützung für eine Bluetooth-Tastatur sowie den bereits erwähnten fehlenden microSD-Kartensteckplatz. Schön wäre auch eine Emulation des PalmOS gewesen, um populäre Anwendungen für die Palm Pilots und Treos laufen lassen zu können. Weiterhin gibt es (noch) keine Möglichkeit, Videos aufzuzeichnen oder den Palm Pre als Diktiergerät zu gebrauchen. Noch nicht bekannt ist, wann Palm ein Software Developer Kit (SDK) auf den Markt bringen wird. Und ohne SDK wird es keine Anwendungen (Apps) geben.