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Der Palm Pre im Praxistest (2) – iTunes und der Palm Pre

Palm Pre oder iPod?

Palm Pre oder iPod?

Schlagzeilen produzierte in den vergangenen Wochen ein Kleinkrieg zwischen Apple und Palm um die Nutzung der Apple-Software iTunes durch den Palm Pre. Apple hat iTunes so programmiert, dass eigentlich nur Geräte aus dem eigenen Haus, also iPod-Player oder iPhone-Handys, damit synchronisiert werden können. Palm unterlief dies mit einem “Hack”, der den Pre gegenüber iTunes wie ein iPod aussehen ließ.

Die in Deutschland mit dem Palm ausgelieferte Version WebOS 1.1.3 kann mit der aktuellen iTunes-Version 9.01 bereits nicht mehr synchronisieren. In den USA gibt es aber schon die Version 1.2.1, mit der Palm iTunes wieder täuschen kann.

Palm-Chef Rubinstein hält die iTunes-Diskussion ohnehin für abwegig: “Die Debatte um iTunes und Palm hat die Medien viel mehr beschäftigt als uns”, sagte ermir in einem Interview. Es gebe ohnehin mehrere Wege, den Pre mit Multimedia-Inhalten zu bestücken. Zum einen könne der Anwender einfach per Drag&Drop die Medien-Dateien auf den Palm Pre kopieren.

Der Palm Pre kommuniziert mit iTunes 8.2

Schließt man das Smartphone mit einem USB-Kabel an einen PC oder Mac an, erscheint der Pre wie eine externe Festplatte auf dem Desktop bzw. in der Arbeitsumgebung. “Wir haben sehr viel Mühe darauf verwendet, dass die Medientypen einfach erkannt werden und es keine Rolle spielt, in welchen Ordner man die dateien kopiert hat”, sagt Rubinstein.

Neben Drag&Drop könne der Pre-Anwender auch Sync-Programme wie DoubleTwist, Missing Sync von mark/space oder iTunes verwenden. (Anwender in Deutschland sollten derzeit die Version 8.2 von iTunes verwenden.) „Letztlich wird aber alles in der Internet-Wolke landen, für die ich dann überhaupt keine speziellen Programme auf dem PC mehr benötige.“

Schwach sieht der Palm Pre noch bei den Anwendungen aus, die bislang für WebOS und den Pre zur Verfügung stehen. Der “iTunes App Store” von Apple für das iPhone und den iPod touch platzt aus allen Nähten und bietet auch unendlich viele Anwendungen aus Deutschland – im “Palm App Catalog” stehen derzeit nur 200 Handy-Programme, die fast alle aus den USA stammen. So fehlt beispielsweise eine echte Navigationslösung, wie sie TomTom oder Navigon für das iPhone anbieten. “Wir sind zunächst mit einigen ausgewählten Entwicklern gestartet”, erläutert Rubinstein. Inzwischen sei das Paket zur Entwicklung von WebOS-Programmen aber mehr als 10 000 Mal heruntergeladen worden, so dass demnächst viel mehr Apps für den Palm Pre zu erwarten seien.

Foto-Gallerie – Die Anwendungen auf dem Palm Pre:

(Auf Vorschaubilder klicken, um größeres Bild zu sehen.)

Die noch schmächtige Ausstattung des App Catalog ist auch der Hauptkritikpunkt in den aktuellen Rezensionen, die in den vergangenen Tagen erschienen sind. Sonst bekommt Rubinsteins Smartphone durchweg gute Noten: Michael Spehr, der Technikexperte der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” sieht im Pre sogar “ein neues Zugpferd an der Spitze des Fortschritts”. Der Palm Pre sei “ein erstes, sehr erfolgversprechendes Gerät für ein hervorragendes neues Betriebssystem, das weitaus besser gefällt als Symbian von Nokia oder Windows Mobile”.

Dirk Liedtke vom “Stern” sieht im Palm Pre ein “Schmuckstück für iPhone-Verweigerer”. Wie einst der Palm Pilot helfe der Palm Pre, den Alltag unterwegs online zu organisieren. Der Webzugang sei komfortabel, E-Mail-Konten lassen sich abfragen und Kalenderdaten mit dem PC abgleichen. “Zugegeben, das können viele Smartphones, aber der Pre ist ein besonders harmonisches Gesamtkunstwert aus schicken Design und guter Software”, urteilt Liedtke.

Die Fachzeitschrift “c’t” zieht das Fazit, der Palm Pre könne “in vielen, aber nicht allen Disziplinen mit dem iPhone mithalten” und bemängelt “kleine Unstimmigkeiten”. Die offene Architektur lasse auf Zusatzfunktionen und die Unterstützung weiterer Online-Dienste hoffen, “doch das müssen Palm und die Anwendungsentwickler erstmal einlösen. «Bis dahin bekommt man ein vergleichsweise günstiges Smartphone mit einem mächtigen Betriebssystem, das nicht an teure Spezialverträge gebunden ist.”

Auch Matthias Kremp von “Spiegel Online” hofft auf zusätzliche Anwendungen für den Pre. Dieser Mangel werde auch nicht durch einen Emulator ausgeglichen, mit dem man Programme für das alte Palm OS auf dem Pre zum Laufen bekomme. Sein Urteil zu dem neuen Smartphone: “Es bricht mit Traditionen, ist einmalig. So wie das iPhone, nur anders.”

Die Daten des Palm Pre (Quelle: heise.de)

Die Daten des Palm Pre (Quelle: heise.de)

Palm Pre in Deutschland exklusiv bei O2 – aber ohne SIM-Lock

Palm Pre in Deutschland exklusiv bei O2

Palm Pre in Deutschland exklusiv bei O2

Nun steht es endlich fest: Palm wird seinen iPhone-Konkurrenten Palm Pre in Deutschland zum Weihnachtsgeschäft exklusiv über den Mobilfunkanbieter O2 vertreiben. Dabei wird O2 auf Netzsperren wie ein SIM-Lock verzichten, so dass Kunden das Smartphone von Palm auch in anderen Mobilfunknetzen betreiben können, kündigte O2-Vertriebschef Lutz Schüler am 7. Juli in München an.

“Der Ruf der Mobilfunkbranche in Deutschland ist derzeit noch schlechter als der von Versicherungsunternehmen”, sagte Schüler. Das wolle O2 nun ändern und auch attraktive Geräte ohne einen Knebelvertrag anbieten. “Wir vertrauen darauf, dass die Leute bei uns nicht nur die Hardware kaufen, sondern auch unsere Tarife buchen.”

O2 wird für den Palm Pre kein spezielles Tarifangebot einrichten, sondern die üblichen Tarife anbieten. t. So kann man einen O2 o-Vertrag ohne Grundgebühr und dazu die Handy-Datenflat für 10 Euro und mit einer Mindestdauer von drei Monaten abschließen, die nach 200 MByte Volumen auf GPRS-Geschwindigkeit gedrosselt ist. Alternativ bietet O2 es einen ab 5 GByte gedrosselten Datentarif für 25 Euro an. Laut Firmensprecher Roland Kuntze überlegt O2, einen dritten Tarif mit dazwischen liegender Gebühr und Drosselungsgrenze anzubieten.

Über die Ratenkaufoption “My Handy” trenne O2 die Finanzierung des Mobiltelefons von den Kosten für den Mobilfunkvertrages. Schüler sagte, O2 wolle künftig jedes dritte Smartphone in Deutschland verkaufen. Da sein Unternehmen neben Vodafone und T-Mobile ein Hochgeschwindigkeits-Mobilfunknetz betreibe, stehe O2 diese Rolle zu. Bereits heute stamme jeder dritte «Surfstick», mit dem Laptops mit dem UMTS-Netz verbunden werden können, von O2.

Die Vereinbarung zwischen O2 und Palm ist Teil einer größer angelegten Partnerschaft zwischen dem spanischen Telekomriesen Telefónica und dem kalifornischen Taschen-PC- und Smartphone-Pionier Palm. Neben O2 in Deutschland, Großbritannien und Irland bringt auch der spanische Provider Movistar den Palm Pre im vierten Quartal 2009 auf den Markt.

Der iPhone-Herausforderer Palm Pre

Der iPhone-Herausforderer Palm Pre

Palm hatte das Smartphone im Januar erstmals auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vorgestellt und war in ersten Testberichten mit viel Vorschusslorbeeren bedacht worden. In den USA wurde der Palm Pre Anfang Juni durch den Mobilfunkprovider Sprint auf den Markt gebracht. Innerhalb von vier Wochen verkauften Palm und Sprint rund 300 000 Geräte. Branchenbeobachter sehen in dem Pre die letzte Chance für Palm, nach einer Serie von geschäftlichen Misserfolgen sich wieder erfolgreich am Markt zu behaupten.

O2-Vertriebschef Schüler räumte in München ein, das iPhone von Apple habe für den gesamten Markt eine überragende Rolle gespielt. “Die Dynamik, die das iPhone der Branche beschert hat, ist uns höchst willkommen.” Aus dem Graumarkt seien auch rund 50 000 iPhones im O2-Netz gelandet, obwohl das Apple-Smartphone in Deutschland exklusiv von T-Mobile angeboten wird. Mit dem Palm Pre habe O2 nun das «interessanteste Smartphone» im Markt, sagte Schüler.

Ein Sprecher von Palm verteidigte die Strategie seines Unternehmens, keine eigene Sync-Software für den Pre auf den Markt zu bringen. Der Pre werde vor allem über das Internet abgeglichen. Für die Übertragung von Musikstücken und Videos könne iTunes von Apple verwendet werden, da sich der Pre gegenüber iTunes “im Prinzip wie ein iPod” verhalte.

Der Palm Pre im Praxistest: Viele Stärken und einige Schwächen

Update: Aktueller Praxistest der deutschen UMTS-Version des Palm Pre (Stand: 13. Oktober 2009) – hier klicken:
Palm Pre im Praxistest (1) – Das iPhone bekommt Konkurrenz – Palm, Rubinstein, iPhone, Apple, Euro, Gesten, WebOS, Smartphone – webOSworld
und
Der Palm Pre im Praxistest (2) – iTunes und der Palm Pre – Palm, iTunes, iPhone, Rubinstein, Smartphone, Deutschland, Anwendungen, Apple – webOSworld.

Logo Palm PreIn Testberichten wichtiger Medien in den USA erhält der Palm Pre durchweg gute Noten. Ob das neue Smartphone Palm allerdings den Konkurrenten von Apple, RIM (BlackBerry) und Nokia tatsächlich Marktanteile in großem Stil abnehmen kann, steht noch in den Sternen.

Palm Pre

Palm Pre

Am kommenden Wochenende will Palm beweisen, dass das Unternehmen an legendäre Produkterfolge wie den Palm Pilot, den ersten “Persönlichen Digitalen Assistenten” (PDA) für die Massen, wieder anknüpfen kann. Zusammen mit dem US-Mobilfunkprovider Sprint Nextel startet das kalifornische Unternehmen an diesem Samstag (6. Juni) die Vermarktung des Smartphones Palm Pre.

Hinter der Konzeption des Pre steckt Jon Rubinstein, der zuvor bei Apple für die Entwicklung des Musikplayers iPod zuständig war. Für die Entwicklung Pre warb Rubinstein rund 250 Experten vor allem bei Apple und anderen Silicon-Valley-Firmen ab. Mit diesem Team, wollte er ein Internet-Handy entwerfen, das es nicht nur mit dem iPhone oder den neuen Google-Handys aufnehmen, sondern die Vorbilder in manchen Bereichen auch übertreffen kann. Finanziert wird das Projekt vom Risikokapitalgeber Elevation Partners, der im Juli 2007 über 300 Millionen Dollar in das angeschlagene Unternehmen investierte.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bekannte IT-Journalisten in den USA wie David Pogue von der «New York Times» oder Walt Mossberg vom «Wall Street Journal» konnten den Palm Pre schon vor dem Marktstart testen – und verteilen jetzt durchweg gute Noten. «Der Palm ist ein spektakulärer Erfolg. Von Null auf hundert in der ersten Version», schreibt Pogue. Mossberg sieht in dem Pre ein «intelligentes und durchdachtes Produkt, das insbesondere diejenigen ansprechen wird, die sich (für ein Smartphone) eine physikalische Tastatur wünschen.»

Im Gegensatz zum iPhone verfügt der Palm Pre nämlich nicht nur über eine virtuelle Tastatur, mit der sich etliche Vielschreiber nicht so recht anfreunden können. David Pogue vergleicht in seinem Test die winzige Tastatur des Pre mit dem Keyboard eines Blackberry, das wie der riesige US-Bundesstaat Texas erscheine. Dennoch könne man auf den kleinen Pre-Tasten mindestens so gut tippen wie auf einer Glasscheibe.

Alle Tester haben hervor, dass der Pre mehrere Programme gleichzeitig laufen lassen kann, was beim iPhone so nicht möglich ist. Weiterhin punktet der Palm Pre mit seiner smarten Synchronisationsfunktion Synergy und einer gelungenen Integration von Social Networks wie Facebook oder Netzdiensten wie Google Kalender.

Die Akku-Laufzeit lässt noch zu wünschen übrig. Die Tester hatten ihre Probleme, einen kompletten Arbeitstag mit einer Akkuladung zu bestreiten. Immerhin lässt sich der Akku des Pre problemlos tauschen.

Das iPhone von Apple punktet im Vergleich zum Pre vor allem bei den Anwendungen. Da Palm den Software-Entwicklern nur eine extrem kurze Vorlaufzeit eingeräumt hat, werden zum Start des Pre kaum Zusatzprogramme verfügbar sein. Für das Apple-Handy dagegen werden inzwischen im iTunes-Store über 40 000 «Apps» angeboten. Aufwändige Computerspiele aus der iTunes-Bestseller-Liste wird es für den Palm Pre überhaupt nicht geben können, da das Palm-Gerät für grafiklastige Programme nicht geeignet ist.

Der von Sprint Nextel in den USA angebotene Palm Pre wird außerhalb der USA kaum eingesetzt werden können, da er auf der Basis des US-Mobilfunkstandards CDMA läuft. Eine Variante für Europa (GSM/UMTS) hat Palm zwar auf dem Mobile World Congress in Barcelona angekündigt. Für Deutschland wurde aber bislang weder ein Startdatum noch der Mobilfunkpartner für die Markteinführung bekannt gegeben.

Palm Pre und Apple iPhone 3G im Vergleich

Palm Pre und Apple iPhone 3G im Vergleich

Ich bin gespannt, ob Apple Palm wegen des Pre verklagen wird. Der Palm Pre verwendet nämlich nicht nur die von Apple patentierte «Multitouch-Technologie» zur Steuerung des Smartphone mit mehreren Fingern. Vor einer Woche verkündete Palm überraschend, das man ausgerechnet die iTunes-Software von Apple auserkoren hat, um Musikstücke, Videos und Fotos zwischen einem Computer und dem Palm Pre auszutauschen. Dazu hat Palm den Pre mit einem speziellen MediaSync-Modus ausgestattet, der einem Mac oder PC einen iPod vorgaukelt. Dies dürfte die Anwälte von Apple zur Weißglut treiben. Es könnte aber auch sein, dass Apple auf einen spektakulären Gang vor Gericht verzichtet und stattdessen mit einer künftigen iTunes-Version den ungebetenen Gast wieder aussperrt. Das aktuelle Update auf iTunes 8.2 hat der MediaSync-Mode auf jeden Fall oder Schaden überstanden.

NYT – David Pogue
Wired – Steven Levy
USA Today – Ed Baig
WSJ – Walt Mossberg
Engadget – Josh Topolsky
Gizmodo – Jason Chen

Time – Josh Quittner
Newsweek – Dan Lyons
PC Magazine – Sascha Segan
Laptop – Mark Spoonauer
SlashGear and MyPre – Vincent Nguyen
PC World – Ginny Mies

Palm-Investor: Palm Pre löst iPhone als coolstes Smartphone ab

You know the beautiful thing: June 29, 2009, is the two-year anniversary of the first shipment of the iPhone. Not one of those people will still be using an iPhone a month later. … Think about it — if you bought the first iPhone, you bought it because you wanted the coolest product on the market. Your two-year contract has just expired. Look around. Tell me what they’re going to buy.

Palm-Investor Roger McNamee zeigt sich mehr als zuversichtlich, dass der Palm Pre im Revier von Apple wildern wird.

Super-Smartphone Palm Pre: Die wichtigsten Fakten

Palm Pre

Palm Pre

Kaum ein Smartphone wird so sehnlich erwartet wie der Palm Pre. Der kalifornische Handyhersteller präsentierte präsentierte den Prototypen des Palm Pre im Januar 2009 auf der CES in Las Vegas. Seitdem sind etliche Artikel über das Gerät selbst und das neue Betriebssystem, webOS, geschrieben worden. Noch wissen wir nicht, welcher Provider den Palm Pre in Europa anbieten wird. Es spricht viel für Vodafon. Aber angeblich ist auch T-Mobile interessiert. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona im Februar konnte Palm seine europäischen Launch-Partner nicht nennen. Immerhin hatten Palm-CEO Ed Colligan und sein Team UMTS-Versionen des Palm Pre mit nach Spanien gebracht.

Schauen wir uns den Palm Pre im Detail an:

Im Innern des Palm Pre wurde ein ARM Cortex-A8-Prozessor verbaut (PowerVR SGX 530 + 430MHz GPU C64x DSP + + ISP). Das Smartphone verfügt über 8 GB internen Flash-Speicher. Leider kann der Speicherplatz im Palm Pre nicht über einen microSD-Speicherkarten-Steckplatz erweitert werden. Angeblich konnte in der Konstruktion des Gerätes dieser Slot nicht untergebracht werden, so dass der Palm Pre zumindest im Vergleich zum 16GB iPhone deutlich kleiner ausfällt. Immerhin gibt es eine microUSB-Verbindung, an die auch ein externer Speicher angeschlossen werden kann.

Palm Pre und Ladegerät Touchstone

Palm Pre und Ladegerät Touchstone

Der Palm Pre wird mit einem 3,1-Zoll-Touchscreen auf den Markt kommen, mit dem man eine Auflösung von 320×480 Pixel (HVGA) darzustellen. Die eingebaute Kamera hat eine Auflösung von drei Megapixel und ist mit einem LED-Blitz und einer erweiterte Tiefenschärfe-Funktion ausgestattet. Allerdings gibt es keinen Zoom. Beim Kopfhöreranschluss hat Palm von den Fehlern von Apple bei der ersten iPhone-Generation und HTC bei den aktuellen Touch-Geräten gelernt und bietet eine ganz normale 3,5-mm-Headset-Buchse an, in die man auch seine Lieblingskopfhörer stöpseln kann. Außerdem unterstützt der Palm Pre Bluetooth mit A2DP und Stereo-Bluetooth-Unterstützung, so dass beispielsweise drahtlose Lautsprecher angeschlossen werden können. Die Radio-Module des Palm Pre unterstützen Wi-Fi (802.11 b / g) sowie in den USA CDMA EVDO Rev A und in Europa UMTS HSDPA.

Um sich vom iPhone von Apple abzusetzen, hat Palm den Pre mit einer Hardware-Tastatur ausgestattet, die als Slider herausgeschoben werden kann. Es soll aber auch eine Software-Tastatur geben. Weiterhin stecken im Palm Pre Sensoren für die Beschleunigung, Umgebungslicht und Distanz, so dass das Gerät mit dem iPhone mithalten kann. Folgende Multimediaformate werden unterstützt: MP3, AAC, AAC+, AMR, QCELP und WAV im Audio-Bereich sowie die Videoformate MPEG-4, H.263 und H.264. Im Palm Pre befindet sich weiterhin ein GPS-Empfänger. Das Gerät unterstützt MMS, SMS, Chat sowie Flash.

Für den einfachen Zugriff auf die Dienste von Google, Facebook und LinkedIn gibt es eigene Anwendungen. Zur optimalen Kommunikation mit einem Exchange-Server hat Palm die Technologie Active Sync von Microsoft lizenziert.

Eine Schlüsselfunktion des neuen Betriebssystems webOS heißt Palm Synergy, diedem Anwender helfen soll, Informationen aus mehreren Kalendern, unterschiedlichen Adressbüchern oder Messaging-Anwendungen auf einem Gerät zu vereinen, egal wo sie stehen. Dazu gehört fie Funktion „verlinkte Kontakte“. Wenn beispielsweise Kontakte in Outlook, Google und Facebook geführt werden, erkennt Synergy identische Einträge und verlinkt die Informationen, um sie dann in einer vereinheitlichten Ansicht darzustellen. Werden einzelne Kontakte auf dem webOS Gerät aktualisiert, erfolgt automatisch das entsprechende Update auf den jeweiligen anderen Konten, ob Web oder Desktop-Computer

Ähnlich arbeitet auch die Funktion „Kalender in Ebenen“. Dabei können verschiedene Kalender oder unterschiedliche Kategorien wie beispielsweise „Arbeit“, „Familie“, oder „Sport“ in Ebenen betrachtet werden.

Weiterhin bietet der Palm Pre ein „kombiniertes Messaging“. Dabei stellt Synergy sämtliche Unterhaltungen mit einer Person in einer Chat-Ansicht dar (ähnlich wie bei der SMS-Funktion des iPhone), selbst wenn die Unterhaltung in einem InstantMessanger gestartet wurde und per SMS geantwort wird. Alle Freunde, die online sind, werden in der Kontaktliste als aktiv gekennzeichnet und können mit nur einem Fingerdruck kontaktiert werden.

Palm Pre Ladegerät Touchstone

Palm Pre Ladegerät Touchstone

Beifall erhielt Palm auch für die Funktion einer Universal-Suche, die die unterschiedlichsten Inhalte auf dem Smartphone einschließt. Auch das Tisch-Ladegerät Touchstone wurde bestaunt, mit dem der Pre induktiv ohne Steckverbindung aufgeladen und stabil auf dem Schreibtisch geparkt werden kann. Der Touchstone erfordert allerdings eine spezielle Batterieabdeckung.

Vermisst haben wir eine Alarm-Anwendung, die Unterstützung für eine Bluetooth-Tastatur sowie den bereits erwähnten fehlenden microSD-Kartensteckplatz. Schön wäre auch eine Emulation des PalmOS gewesen, um populäre Anwendungen für die Palm Pilots und Treos laufen lassen zu können. Weiterhin gibt es (noch) keine Möglichkeit, Videos aufzuzeichnen oder den Palm Pre als Diktiergerät zu gebrauchen. Noch nicht bekannt ist, wann Palm ein Software Developer Kit (SDK) auf den Markt bringen wird. Und ohne SDK wird es keine Anwendungen (Apps) geben.

Apple warnt Google und Palm: Finger weg vom iPhone-IP

Die Namen Palm und Google fallen zwar nicht, aber die Konkurrenten von Apple im Silicon Valley werden die Botschaft wohl verstanden haben. Apple-Interimschef Tim Cook warnte in der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des ersten Geschäftsquartals seine Wettbewerber deutlich, die Finger vom geistigen Eigentum von Apple rund um das iPhone zu lassen.

Mike Abramsky – RBC Capital Markets

Yeah. Thanks very much. Maybe shifting to the iPhone. There’s now a number of competitors coming to the market, many who will have their own sort of variance on the sort of, say, customer experience that iPhone was famous for initiating, and that includes things like Android and Windows and the Palm Pre. I was just wondering, beyond what’s obviously been a powerful leadership in applications, how do you think about sustaining that leadership and brand in the face of these competitive developments in this sector going forward?

Tim Cook

Mike hi, it’s Tim. I would say first of all, it’s difficult to judge products that are not yet in the market. But the iPhone has sold over 17 million units thus far. It’s received the highest overall customer satisfaction of products from many different surveys. And, we’ve said since the beginning software is the key ingredient and we believe that we’re still years ahead on software. And I would include in that software umbrella, the Applications Store, and you can see the explosion that has happened in applications with over half a billion downloads.

If you look at others, I think when you think about having multiple variations of displays, multiple variations of resolutions and input methods, and many different forms of hardware, it’s a big challenge to a software developer and is not very enticing for them to build a different App for every one of these things. But, we shall see what people will do.

We approach this business as a software platform business, and so I think we approach it fundamentally different than people that are approaching it only from a hardware point of view. And so, as I’ve said before, we’re very, very confident with where we are competitively. We are watching the landscape. We like competition. As long as they don’t rip off our IP (intellectual property) and if they do we’re going to go after anybody that does.

Mike Abramsky – RBC Capital Markets

That was actually my next question because,

Tim Cook

I thought it might be. And that’s the reason I want to go ahead and get that out.

Mike Abramsky – RBC Capital Markets

Because, it seems until Palm came out, many of the other players had in fact negotiated carefully around your multi-touch IP; whereas, the Palm device particularly seems to almost directly emulate the kind of touch interfaces that you had innovated and that Steve, when he launched the phone, talked about patented. Is that to what you’re referring with regarding to ripping off IP?

Tim Cook

I don’t want to talk about any specific company. I’m just making a general statement that we think competition is good. It makes us all better. And we are ready to suit up and go against anyone. However, we will not stand for having our IP ripped off, and we’ll use whatever weapons that we have at our disposal. I don’t know that I can be clearer than that.

Wir erinnern uns: Als Steve Jobs das iPhone im Januar 2007 auf der Macworld Expo in San Francisco präsentierte, ließ er den Nebensatz fallen: “And boy, have we patented it.” Insbesondere die Multitouch-Funktion, die u.a. Zwei-Finger-Gesten zum Zoomen im Safari-Browser oder anderen Programmen ermöglicht, hat Apple patentieren lassen.

Palm zeigte sich einen Tag später wenig beeindruckt.

Palm has a long history of innovation that is reflected in our products and robust patent portfolio, and we have long been recognized for our fundamental patents in the mobile space.

Da Palm tatsächlich auch auf einem Stapel von Patenten sitzt und diese in einem möglichen Rechtsstreit auf den Tisch packen könnte, werden sich die Apple-Anwälte ein offenes Vorgehen genau überlegen.

Apple to Google, Palm: Do Not Rip Off Our iPhone IP — Seeking Alpha

FT.com | Tech Blog | Palm’s Pre catches Apple’s eye

iPhone vs. Palm’s Pre: IT’S ON | ITworld.