Archive for the 'Apps' Category

Der Palm Pre im Praxistest (2) – iTunes und der Palm Pre

Palm Pre oder iPod?

Palm Pre oder iPod?

Schlagzeilen produzierte in den vergangenen Wochen ein Kleinkrieg zwischen Apple und Palm um die Nutzung der Apple-Software iTunes durch den Palm Pre. Apple hat iTunes so programmiert, dass eigentlich nur Geräte aus dem eigenen Haus, also iPod-Player oder iPhone-Handys, damit synchronisiert werden können. Palm unterlief dies mit einem “Hack”, der den Pre gegenüber iTunes wie ein iPod aussehen ließ.

Die in Deutschland mit dem Palm ausgelieferte Version WebOS 1.1.3 kann mit der aktuellen iTunes-Version 9.01 bereits nicht mehr synchronisieren. In den USA gibt es aber schon die Version 1.2.1, mit der Palm iTunes wieder täuschen kann.

Palm-Chef Rubinstein hält die iTunes-Diskussion ohnehin für abwegig: “Die Debatte um iTunes und Palm hat die Medien viel mehr beschäftigt als uns”, sagte ermir in einem Interview. Es gebe ohnehin mehrere Wege, den Pre mit Multimedia-Inhalten zu bestücken. Zum einen könne der Anwender einfach per Drag&Drop die Medien-Dateien auf den Palm Pre kopieren.

Der Palm Pre kommuniziert mit iTunes 8.2

Der Palm Pre kommuniziert mit iTunes 8.2

Schließt man das Smartphone mit einem USB-Kabel an einen PC oder Mac an, erscheint der Pre wie eine externe Festplatte auf dem Desktop bzw. in der Arbeitsumgebung. “Wir haben sehr viel Mühe darauf verwendet, dass die Medientypen einfach erkannt werden und es keine Rolle spielt, in welchen Ordner man die dateien kopiert hat”, sagt Rubinstein.

Neben Drag&Drop könne der Pre-Anwender auch Sync-Programme wie DoubleTwist, Missing Sync von mark/space oder iTunes verwenden. (Anwender in Deutschland sollten derzeit die Version 8.2 von iTunes verwenden.) „Letztlich wird aber alles in der Internet-Wolke landen, für die ich dann überhaupt keine speziellen Programme auf dem PC mehr benötige.“

Schwach sieht der Palm Pre noch bei den Anwendungen aus, die bislang für WebOS und den Pre zur Verfügung stehen. Der “iTunes App Store” von Apple für das iPhone und den iPod touch platzt aus allen Nähten und bietet auch unendlich viele Anwendungen aus Deutschland – im “Palm App Catalog” stehen derzeit nur 200 Handy-Programme, die fast alle aus den USA stammen. So fehlt beispielsweise eine echte Navigationslösung, wie sie TomTom oder Navigon für das iPhone anbieten. “Wir sind zunächst mit einigen ausgewählten Entwicklern gestartet”, erläutert Rubinstein. Inzwischen sei das Paket zur Entwicklung von WebOS-Programmen aber mehr als 10 000 Mal heruntergeladen worden, so dass demnächst viel mehr Apps für den Palm Pre zu erwarten seien.

Foto-Gallerie – Die Anwendungen auf dem Palm Pre:

(Auf Vorschaubilder klicken, um größeres Bild zu sehen.)

Die noch schmächtige Ausstattung des App Catalog ist auch der Hauptkritikpunkt in den aktuellen Rezensionen, die in den vergangenen Tagen erschienen sind. Sonst bekommt Rubinsteins Smartphone durchweg gute Noten: Michael Spehr, der Technikexperte der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” sieht im Pre sogar “ein neues Zugpferd an der Spitze des Fortschritts”. Der Palm Pre sei “ein erstes, sehr erfolgversprechendes Gerät für ein hervorragendes neues Betriebssystem, das weitaus besser gefällt als Symbian von Nokia oder Windows Mobile”.

Dirk Liedtke vom “Stern” sieht im Palm Pre ein “Schmuckstück für iPhone-Verweigerer”. Wie einst der Palm Pilot helfe der Palm Pre, den Alltag unterwegs online zu organisieren. Der Webzugang sei komfortabel, E-Mail-Konten lassen sich abfragen und Kalenderdaten mit dem PC abgleichen. “Zugegeben, das können viele Smartphones, aber der Pre ist ein besonders harmonisches Gesamtkunstwert aus schicken Design und guter Software”, urteilt Liedtke.

Die Fachzeitschrift “c’t” zieht das Fazit, der Palm Pre könne “in vielen, aber nicht allen Disziplinen mit dem iPhone mithalten” und bemängelt “kleine Unstimmigkeiten”. Die offene Architektur lasse auf Zusatzfunktionen und die Unterstützung weiterer Online-Dienste hoffen, “doch das müssen Palm und die Anwendungsentwickler erstmal einlösen. «Bis dahin bekommt man ein vergleichsweise günstiges Smartphone mit einem mächtigen Betriebssystem, das nicht an teure Spezialverträge gebunden ist.”

Auch Matthias Kremp von “Spiegel Online” hofft auf zusätzliche Anwendungen für den Pre. Dieser Mangel werde auch nicht durch einen Emulator ausgeglichen, mit dem man Programme für das alte Palm OS auf dem Pre zum Laufen bekomme. Sein Urteil zu dem neuen Smartphone: “Es bricht mit Traditionen, ist einmalig. So wie das iPhone, nur anders.”

Die Daten des Palm Pre (Quelle: heise.de)

Die Daten des Palm Pre (Quelle: heise.de)


App Catalog

Palm Pre in Deutschland exklusiv bei O2 – aber ohne SIM-Lock

Palm Pre in Deutschland exklusiv bei O2

Palm Pre in Deutschland exklusiv bei O2

Nun steht es endlich fest: Palm wird seinen iPhone-Konkurrenten Palm Pre in Deutschland zum Weihnachtsgeschäft exklusiv über den Mobilfunkanbieter O2 vertreiben. Dabei wird O2 auf Netzsperren wie ein SIM-Lock verzichten, so dass Kunden das Smartphone von Palm auch in anderen Mobilfunknetzen betreiben können, kündigte O2-Vertriebschef Lutz Schüler am 7. Juli in München an.

“Der Ruf der Mobilfunkbranche in Deutschland ist derzeit noch schlechter als der von Versicherungsunternehmen”, sagte Schüler. Das wolle O2 nun ändern und auch attraktive Geräte ohne einen Knebelvertrag anbieten. “Wir vertrauen darauf, dass die Leute bei uns nicht nur die Hardware kaufen, sondern auch unsere Tarife buchen.”

O2 wird für den Palm Pre kein spezielles Tarifangebot einrichten, sondern die üblichen Tarife anbieten. t. So kann man einen O2 o-Vertrag ohne Grundgebühr und dazu die Handy-Datenflat für 10 Euro und mit einer Mindestdauer von drei Monaten abschließen, die nach 200 MByte Volumen auf GPRS-Geschwindigkeit gedrosselt ist. Alternativ bietet O2 es einen ab 5 GByte gedrosselten Datentarif für 25 Euro an. Laut Firmensprecher Roland Kuntze überlegt O2, einen dritten Tarif mit dazwischen liegender Gebühr und Drosselungsgrenze anzubieten.

Über die Ratenkaufoption “My Handy” trenne O2 die Finanzierung des Mobiltelefons von den Kosten für den Mobilfunkvertrages. Schüler sagte, O2 wolle künftig jedes dritte Smartphone in Deutschland verkaufen. Da sein Unternehmen neben Vodafone und T-Mobile ein Hochgeschwindigkeits-Mobilfunknetz betreibe, stehe O2 diese Rolle zu. Bereits heute stamme jeder dritte «Surfstick», mit dem Laptops mit dem UMTS-Netz verbunden werden können, von O2.

Die Vereinbarung zwischen O2 und Palm ist Teil einer größer angelegten Partnerschaft zwischen dem spanischen Telekomriesen Telefónica und dem kalifornischen Taschen-PC- und Smartphone-Pionier Palm. Neben O2 in Deutschland, Großbritannien und Irland bringt auch der spanische Provider Movistar den Palm Pre im vierten Quartal 2009 auf den Markt.

Der iPhone-Herausforderer Palm Pre

Der iPhone-Herausforderer Palm Pre

Palm hatte das Smartphone im Januar erstmals auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vorgestellt und war in ersten Testberichten mit viel Vorschusslorbeeren bedacht worden. In den USA wurde der Palm Pre Anfang Juni durch den Mobilfunkprovider Sprint auf den Markt gebracht. Innerhalb von vier Wochen verkauften Palm und Sprint rund 300 000 Geräte. Branchenbeobachter sehen in dem Pre die letzte Chance für Palm, nach einer Serie von geschäftlichen Misserfolgen sich wieder erfolgreich am Markt zu behaupten.

O2-Vertriebschef Schüler räumte in München ein, das iPhone von Apple habe für den gesamten Markt eine überragende Rolle gespielt. “Die Dynamik, die das iPhone der Branche beschert hat, ist uns höchst willkommen.” Aus dem Graumarkt seien auch rund 50 000 iPhones im O2-Netz gelandet, obwohl das Apple-Smartphone in Deutschland exklusiv von T-Mobile angeboten wird. Mit dem Palm Pre habe O2 nun das «interessanteste Smartphone» im Markt, sagte Schüler.

Ein Sprecher von Palm verteidigte die Strategie seines Unternehmens, keine eigene Sync-Software für den Pre auf den Markt zu bringen. Der Pre werde vor allem über das Internet abgeglichen. Für die Übertragung von Musikstücken und Videos könne iTunes von Apple verwendet werden, da sich der Pre gegenüber iTunes “im Prinzip wie ein iPod” verhalte.

CNET testet den Palm Pre

Redakteurin Bonnie Cha gefällt das iPhone und empfiehlt es allen Sprint-Kunden, die etwas in der iPhone-Klasse haben möchten (das iPhone ist in den USA offiziell nur für Kunden von AT6T, nicht aber Sprint, Verizon oder T-Mobile zu haben). Kritisch sieht sie die zu kurze Batterielaufzeit und einige Softwareglitches.

Demo Classic Palm OS auf dem Palm Pre

Palm Pre wird in den USA mit “Turn-by-Turn”-Navigation ausgeliefert

Auf der Mobilfunkmesse CTIA in Las Vegas wurde auch die Anwendung “Sprint Navigation” für den Palm Pre vorgeführt. Sprint setzt dieses System, das auf den Karten den TeleNav aufsetzt, auch bei anderen Smartphones wie dem Samsung Instinct.

Palm stellt erste Anwendungen und SDK für webOS und Palm Pre vor

Palm hat auf der Web 2.0 Expo in San Francisco den Entwicklern das Software Developer Kit Mojo SDK vorgestellt, mit dem die Programmierer Anwendungen für den Palm Pre und alle kommenden Geräte mit dem Betriebssystem webOS schreiben können.

Gleichzeitig präsentierten Palm und Sprint auf der Mobilfunkmesse CTIA in Las Vegas eine Reihe von Anwendungen, die von unabhängigen Softwareherstellern geschrieben wurden. Dazu gehört Fandango, eine App mit der man das aktuelle Kinoprogramm aufrufen, einen Trailer anschauen und sofort Tickets online buchen kann. Wenn man die Tickets gekauft hat, wird der Termin sogar in den Kalender des Pre eingetragen, der dann rechtzeitig an den Kinobesuch erinnert.

Eine andere Anwendung ist FlightView, eine Echtzeit-Tracking-Anwendung für Flüge. Man kann damit einfach den Status eines Fluges checken, mit dem man selber fliegen möchte oder in dem andere leute sitzen, die man beispielsweise vom Flughafen abholen möchte. Ähnliche Anwendungen findet man auch im iTunes App Store für das iPhone von Apple. Palm zeigte in Las Vegas weiterhin das Internetradio-Programm Pandora, das leider für Anwender in Europa nicht genutzt werden kann.

Die Kollegen in den USA, etwa Bonnie Cha von CNET waren von den Anwendungen recht angetan. Auch Analyst Michael Gartenberg, der das iPhone als Vergleichsgröße gut kennt, lobte den Palm Pre und die Anwendungen: “First impression. Very nice. Apps shown looked very good. More to come”, lautete der knappe Kommentar.

Classic von MotionApps bringt PalmOS-Anwendungen auf den Palm Pre

Classic von MotionApps bringt PalmOS-Anwendungen auf den Palm Pre

Große Begeisterung löste die Anwendung Classic von MotionApps aus mit der auch viele der älteren Programme für das PalmOS unter webOS zum Laufen gebracht werden können. MotionApps verweist darauf, dass es über 30.000 PalmOS-Anwendungen gebe, darunter viele wertvolle Firmenprogramme. Im Vergleich zu einem Palm Treo 700p würden die Anwendungen unter Classic auf dem Palm Pre doppelt so schnell laufen. Zwar garantiert MotionApps nicht, dass jede PalmOS-App zum Laufen gebracht werden kann. Man werde demnächst eine detaillierte Liste mit den kompatiblen PalmOS-Anwendungen veröffentlichen.

Videos:

Web 2.0 Expo Official Video
Michael Abbott, Palm, Inc.

Gizmodo
Palm Pre Apps Hands On: Seriously Good-Looking Programs

Engadget
Palm Pre Classic emulator demoed on video

ZDNet
Web 2.0 Expo: Palm announces WebOS platform, Mojo messaging service

Fotos:

CNET
Palm Pre at CTIA 2009–photos

SlashGear
My hands on with the Palm pre

Artikel:

Forbes.com
Palm Expands Developer Program

Engadget
Palm announces webOS SDK availability, Palm OS emulation for Pre, new cloud services

Gizmodo
New Palm Pre Promo Vid Shows Fandango, Pandora Apps; Multitasking Galore

CNET
Palm opening WebOS SDK up to developers

Wired
Palm Releasing Mojo SDK to Select Developers

TechCrunch
Palm Opens Early Access Program For Pre SDK

SFGate.com
Palm makes its play for developer support

Alex H.
Edelman for Palm
CTIA 2009: Part 3 : Palm Pre (Phone Scoop)