Das war zu erwarten. Apple hat nicht lange gefackelt und mit einem Update von iTunes auf die Version 8.2.1 den Palm Pre wieder ausgesperrt. Ex-iPod-Manager Jon Rubinstein, der heute Palm-Chef ist, hatte vor einigen Wochen überraschend iTunes als Sync-Client wie ein Kanninchen aus dem Hut gezaubert. Palm hat für den Pre nämlich selbst keinen eigenen PC-Client entwickeln lassen, da das Smartphone die Kontakte, E-Mails und andere Informationen mit der Internet-Wolke (Exchange-Server, Googlemail, Facebook etc.) abgleicht. Songs und Videos können nach wie vor über eine USB-Verbindung mit einem PC oder Mac auf den Pre übertragen werden. Den bequemen Abgleich via iTunes hat Apple nun wieder unterbunden.
Author Archive for webos-world
“Der Ruf der Mobilfunkbranche in Deutschland ist derzeit noch schlechter als der von Versicherungsunternehmen”, sagte Schüler. Das wolle O2 nun ändern und auch attraktive Geräte ohne einen Knebelvertrag anbieten. “Wir vertrauen darauf, dass die Leute bei uns nicht nur die Hardware kaufen, sondern auch unsere Tarife buchen.”
O2 wird für den Palm Pre kein spezielles Tarifangebot einrichten, sondern die üblichen Tarife anbieten. t. So kann man einen O2 o-Vertrag ohne Grundgebühr und dazu die Handy-Datenflat für 10 Euro und mit einer Mindestdauer von drei Monaten abschließen, die nach 200 MByte Volumen auf GPRS-Geschwindigkeit gedrosselt ist. Alternativ bietet O2 es einen ab 5 GByte gedrosselten Datentarif für 25 Euro an. Laut Firmensprecher Roland Kuntze überlegt O2, einen dritten Tarif mit dazwischen liegender Gebühr und Drosselungsgrenze anzubieten.
Über die Ratenkaufoption “My Handy” trenne O2 die Finanzierung des Mobiltelefons von den Kosten für den Mobilfunkvertrages. Schüler sagte, O2 wolle künftig jedes dritte Smartphone in Deutschland verkaufen. Da sein Unternehmen neben Vodafone und T-Mobile ein Hochgeschwindigkeits-Mobilfunknetz betreibe, stehe O2 diese Rolle zu. Bereits heute stamme jeder dritte «Surfstick», mit dem Laptops mit dem UMTS-Netz verbunden werden können, von O2.
Die Vereinbarung zwischen O2 und Palm ist Teil einer größer angelegten Partnerschaft zwischen dem spanischen Telekomriesen Telefónica und dem kalifornischen Taschen-PC- und Smartphone-Pionier Palm. Neben O2 in Deutschland, Großbritannien und Irland bringt auch der spanische Provider Movistar den Palm Pre im vierten Quartal 2009 auf den Markt.
Palm hatte das Smartphone im Januar erstmals auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vorgestellt und war in ersten Testberichten mit viel Vorschusslorbeeren bedacht worden. In den USA wurde der Palm Pre Anfang Juni durch den Mobilfunkprovider Sprint auf den Markt gebracht. Innerhalb von vier Wochen verkauften Palm und Sprint rund 300 000 Geräte. Branchenbeobachter sehen in dem Pre die letzte Chance für Palm, nach einer Serie von geschäftlichen Misserfolgen sich wieder erfolgreich am Markt zu behaupten.
O2-Vertriebschef Schüler räumte in München ein, das iPhone von Apple habe für den gesamten Markt eine überragende Rolle gespielt. “Die Dynamik, die das iPhone der Branche beschert hat, ist uns höchst willkommen.” Aus dem Graumarkt seien auch rund 50 000 iPhones im O2-Netz gelandet, obwohl das Apple-Smartphone in Deutschland exklusiv von T-Mobile angeboten wird. Mit dem Palm Pre habe O2 nun das «interessanteste Smartphone» im Markt, sagte Schüler.
Ein Sprecher von Palm verteidigte die Strategie seines Unternehmens, keine eigene Sync-Software für den Pre auf den Markt zu bringen. Der Pre werde vor allem über das Internet abgeglichen. Für die Übertragung von Musikstücken und Videos könne iTunes von Apple verwendet werden, da sich der Pre gegenüber iTunes “im Prinzip wie ein iPod” verhalte.
Redakteurin Bonnie Cha gefällt das iPhone und empfiehlt es allen Sprint-Kunden, die etwas in der iPhone-Klasse haben möchten (das iPhone ist in den USA offiziell nur für Kunden von AT6T, nicht aber Sprint, Verizon oder T-Mobile zu haben). Kritisch sieht sie die zu kurze Batterielaufzeit und einige Softwareglitches.
… aber in den Stores von Sprint, Best Buy und Radio Shack gab es nur wenige davon. Immerhin sagt Sprint (nach Darstellung einer Palm-Sprecherin): “Noch nie hat sich bei Sprint ein Smartphone so gut verkauft wie der Palm Pre.”
Dwindling Supplies of Palm Pre at Sprint Stores | John Paczkowski | Digital Daily | AllThingsD.
Update: Aktueller Praxistest der deutschen UMTS-Version des Palm Pre (Stand: 13. Oktober 2009) – hier klicken:
Palm Pre im Praxistest (1) – Das iPhone bekommt Konkurrenz – Palm, Rubinstein, iPhone, Apple, Euro, Gesten, WebOS, Smartphone – webOSworld
und
Der Palm Pre im Praxistest (2) – iTunes und der Palm Pre – Palm, iTunes, iPhone, Rubinstein, Smartphone, Deutschland, Anwendungen, Apple – webOSworld.
In Testberichten wichtiger Medien in den USA erhält der Palm Pre durchweg gute Noten. Ob das neue Smartphone Palm allerdings den Konkurrenten von Apple, RIM (BlackBerry) und Nokia tatsächlich Marktanteile in großem Stil abnehmen kann, steht noch in den Sternen.
Hinter der Konzeption des Pre steckt Jon Rubinstein, der zuvor bei Apple für die Entwicklung des Musikplayers iPod zuständig war. Für die Entwicklung Pre warb Rubinstein rund 250 Experten vor allem bei Apple und anderen Silicon-Valley-Firmen ab. Mit diesem Team, wollte er ein Internet-Handy entwerfen, das es nicht nur mit dem iPhone oder den neuen Google-Handys aufnehmen, sondern die Vorbilder in manchen Bereichen auch übertreffen kann. Finanziert wird das Projekt vom Risikokapitalgeber Elevation Partners, der im Juli 2007 über 300 Millionen Dollar in das angeschlagene Unternehmen investierte.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bekannte IT-Journalisten in den USA wie David Pogue von der «New York Times» oder Walt Mossberg vom «Wall Street Journal» konnten den Palm Pre schon vor dem Marktstart testen – und verteilen jetzt durchweg gute Noten. «Der Palm ist ein spektakulärer Erfolg. Von Null auf hundert in der ersten Version», schreibt Pogue. Mossberg sieht in dem Pre ein «intelligentes und durchdachtes Produkt, das insbesondere diejenigen ansprechen wird, die sich (für ein Smartphone) eine physikalische Tastatur wünschen.»
Im Gegensatz zum iPhone verfügt der Palm Pre nämlich nicht nur über eine virtuelle Tastatur, mit der sich etliche Vielschreiber nicht so recht anfreunden können. David Pogue vergleicht in seinem Test die winzige Tastatur des Pre mit dem Keyboard eines Blackberry, das wie der riesige US-Bundesstaat Texas erscheine. Dennoch könne man auf den kleinen Pre-Tasten mindestens so gut tippen wie auf einer Glasscheibe.
Alle Tester haben hervor, dass der Pre mehrere Programme gleichzeitig laufen lassen kann, was beim iPhone so nicht möglich ist. Weiterhin punktet der Palm Pre mit seiner smarten Synchronisationsfunktion Synergy und einer gelungenen Integration von Social Networks wie Facebook oder Netzdiensten wie Google Kalender.
Die Akku-Laufzeit lässt noch zu wünschen übrig. Die Tester hatten ihre Probleme, einen kompletten Arbeitstag mit einer Akkuladung zu bestreiten. Immerhin lässt sich der Akku des Pre problemlos tauschen.
Das iPhone von Apple punktet im Vergleich zum Pre vor allem bei den Anwendungen. Da Palm den Software-Entwicklern nur eine extrem kurze Vorlaufzeit eingeräumt hat, werden zum Start des Pre kaum Zusatzprogramme verfügbar sein. Für das Apple-Handy dagegen werden inzwischen im iTunes-Store über 40 000 «Apps» angeboten. Aufwändige Computerspiele aus der iTunes-Bestseller-Liste wird es für den Palm Pre überhaupt nicht geben können, da das Palm-Gerät für grafiklastige Programme nicht geeignet ist.
Der von Sprint Nextel in den USA angebotene Palm Pre wird außerhalb der USA kaum eingesetzt werden können, da er auf der Basis des US-Mobilfunkstandards CDMA läuft. Eine Variante für Europa (GSM/UMTS) hat Palm zwar auf dem Mobile World Congress in Barcelona angekündigt. Für Deutschland wurde aber bislang weder ein Startdatum noch der Mobilfunkpartner für die Markteinführung bekannt gegeben.
Ich bin gespannt, ob Apple Palm wegen des Pre verklagen wird. Der Palm Pre verwendet nämlich nicht nur die von Apple patentierte «Multitouch-Technologie» zur Steuerung des Smartphone mit mehreren Fingern. Vor einer Woche verkündete Palm überraschend, das man ausgerechnet die iTunes-Software von Apple auserkoren hat, um Musikstücke, Videos und Fotos zwischen einem Computer und dem Palm Pre auszutauschen. Dazu hat Palm den Pre mit einem speziellen MediaSync-Modus ausgestattet, der einem Mac oder PC einen iPod vorgaukelt. Dies dürfte die Anwälte von Apple zur Weißglut treiben. Es könnte aber auch sein, dass Apple auf einen spektakulären Gang vor Gericht verzichtet und stattdessen mit einer künftigen iTunes-Version den ungebetenen Gast wieder aussperrt. Das aktuelle Update auf iTunes 8.2 hat der MediaSync-Mode auf jeden Fall oder Schaden überstanden.
• NYT – David Pogue
• Wired – Steven Levy
• USA Today – Ed Baig
• WSJ – Walt Mossberg
• Engadget – Josh Topolsky
• Gizmodo – Jason Chen
• Time – Josh Quittner
• Newsweek – Dan Lyons
• PC Magazine – Sascha Segan
• Laptop – Mark Spoonauer
• SlashGear and MyPre – Vincent Nguyen
• PC World – Ginny Mies
Palm-Chairman Jon Rubinstein und Roger McNamee, Managing Director der Investmentfirma Elevation Partners, sind acht Tage vor dem Launch des Palm Pre in den USA noch ziemlich gelassen. Zum Auftritt der beiden auf der Konferenz D7 im kalifornischen Carlsbad präsentierten die beiden ein lockeres, selbstironisches Video um den Über-Hype, der in den USA rund um den Palm Pre entfacht wurde:
D7 Video: Jon and Roger Market the Palm Pre | D7 Highlights | AllThingsD
Am 6. Juni startet der Verkauf des Palm Pre in den USA. Und nun steht auch der erste europäische Launch-Partner für den iPhone-Konkurrenten fest: O2, der größte britische Mobilfunkprovider, wird den Palm Pre zum Weihnachtsgeschäft 2009 in Großbritannien auf den Markt bringen, berichtet der Guardian. Zuvor soll es eine Bieterschlacht zwischen O2, Vodafone und Orange um den exklusiven Zugriff auf das Palm-Smartphone gegeben haben.
Nun sind wir gespannt, wer in Deutschland den Palm Pre in die Läden bringen wird und wie die Tarif-Details aussehen werden.
O2 follows iPhone success with deal for next must-have gadget | Business | guardian.co.uk.
P.S.: Wer schon einmal die Fingergesten zur Bedienung des Palm Pre üben möchte, kann bei Engadget nachschauen:
Leaked Palm Pre Gesture Guide lets you get some finger-flicking practice in early
Zwei Tage vor dem Start der World Wide Developer Conference (WWDC) wird Palm sein mit viel Vorschusslorbeeren bedachtes Smartphone Pre am 6. Juni in den USA auf den Markt bringen. Das berichtete Marketwatch.com. Launchpartner von Palm ist Sprint Nextel, der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter. Bei einem Zwei-Jahresvertrag soll der Palm Pre 199 Dollar kosten. Die Palm/Sprint-Kombi wird es auch bei Best Buy, Radio Shack und einigen Wal Marts geben.
Für Palm stellt der Pre quasi die letzte Chance dar: Der Taschencomputer-Hersteller hatte den Palm Pre im Januar 2009 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas angekündigt und später auf dem Mobile World Congress in Barcelona auch eine Version für den europäischen Mobilfunkmarkt in Aussicht gestellt. Für Europa und Deutschland wurden aber von Palm noch keine Vermarktungspartner benannt.
Im Juni 2007 war der kalifornische Risikokapitalgeber Elevation Partners bei dem damals angeschlagenen Unternehmen eingestiegen, um die Entwicklung des neuen Betriebssystems webOS und des Palm Pre zu finanzieren. Die Entwicklung des Palm Pre wurde von Jon Rubinstein koordiniert, der zuvor bei Apple für das iPod-Business zuständig war.
Im Vergleich zum (derzeitigen) iPhone überzeugt der Palm Pre durch ein multitask-fähiges Betriebssystem und einer Software-Lösung, die viel stärker soziale Netzwerke wie Facebook einbindet. Die Stärken des iPhones dürften bei den vielen Anwendungen liegen, die im iTunes App Store verfügbar sind.






