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Praxistest Palm Pre Plus und Palm Pixi Plus

Palm Pre Plus

Palm Pre Plus

Palm unternimmt Ende April einen neuen Versuch, dem iPhone und anderen Smartphones Konkurrenz zu machen. Bislang hat das kalifornische Unternehmen den Palm Pre in Deutschland nur über O2 vertrieben. Künftig werden die neuen Internet-Handys des Unternehmens – Pre Plus und der kleinere Pixi Plus – auch in den Shops von Vodafone zu haben sein.

»Wir sind stolz, dass wir nun zwei leistungsfähige Partner in Deutschland haben», sagte Palm-Chef Jon Rubinstein. Die erste Generation des Palm Pre erhielt zum Marktstart im Sommer 2009 in Testberichten durchweg Bestnoten. Besonders das moderne Betriebssystem WebOS überzeugte die Tester. Doch im Wettbewerb mit dem Apples iPhone und den Handys mit dem Android-Betriebssystem von Google konnte der Pre bislang nicht mithalten – zumindest was die Absatzzahlen betrifft.

Hauptspeicher verdoppelt

Den Pre Plus hat Palm besser ausgestattet: Mussten sich Nutzer beim Vorgänger noch mit acht Gigabyte Hauptspeicher begnügen, hat das neue Smartphone die doppelte Speichermenge an Bord. Damit kann das Betriebssystem auch eine Stärke besser ausspielen als bisher: WebOS ermöglicht im Gegensatz zu iPhone OS oder dem meisten anderen Smartphone-Systemen echtes Multitasking. Die Anwender können mehrere Programme gleichzeitig geöffnet halten und zwischen verschiedenen Apps genannten Anwendungen hin und her springen. Bei den meisten anderen Smartphones werden sie dagegen gezwungen, erst die laufende App zu schließen, um eine andere öffnen zu können.

Von der gegenüber dem Vorgänger schnelleren Hardware des Pre Plus ist allerdings bei Routinearbeiten wie Surfen und E-Mail nicht viel zu merken. Der größere Arbeitsspeicher zahlt sich erst richtig aus, wenn eine größere Zahl von Apps gleichzeitig geöffnet wird.

Größere Freiheiten für die Anwender

Im Vergleich zum iPhone überzeugen die Palm-Smartphones mit den größeren Freiheiten, die dem Anwender eingeräumt werden. Das beginnt schon bei der Inbetriebnahme: Während das iPhone eine einmalige Aktivierung über einen angeschlossenen PC oder Mac voraussetzt, kann man die Palm-Geräte ohne jede Verbindung zu einem Computer starten. Auch das Aktualisieren des Betriebssystems findet bei Pre Plus und Pixi Plus “Over the air”, also über das Mobilfunknetz, statt.

Flexibler als das iPhone ist der Palm Pre Plus auch bei der Frage, wie man einen PC, eine mobile Spielekonsole oder einen Tablet-Computer wie das iPad unterwegs mit dem Internet verbinden kann. Mit der Anwendung “Mobile Hotspot” kann man das Palm-Gerät in einen mobilen WLAN-Router verwandeln und so einen kabellosen und mobilen Internetzugang ermöglichen. Das ist praktisch – allerdings beansprucht der Hotspot-Betrieb den Akku des Palm Pre erheblich, so dass man bei längerer Nutzung besser das Netzteil einstöpselt oder das Gerät auf die futuristische drahtlose Ladestation Touchstone legt. Außerdem wird der Pre Plus bei längerem Betrieb recht warm.

Defizite beim Software-Angebot

Defizite im Vergleich zum iPhone und auch zu Android-Handys haben die beiden Palm-Smartphones noch beim Software-Angebot. Während der iTunes App Store aus allen Nähten platzt und der Android Marketplace inzwischen auch üppig bestückt ist, gibt es für WebOS noch nicht so viele Apps. Doch Palm hat in den vergangenen Monaten nachgebessert. So bietet der eigene App Catalog inzwischen 3D-Spiele wie “Need for Speed Undercover”, “Real Football 2010″, “Die Sims 3″ oder “Let’s Golf”.

Palm Pixi Plus auf der Ladestation Touchstone

Palm Pixi Plus auf der Ladestation Touchstone

Stark sind auch die Anwendungen, die die Palm-Handys mit sozialen Netzwerken wie Facebook oder LinkedIn verbinden. Der 139 Gramm schwere Pre Plus hat eine Schiebetastatur und einen im Vergleich zum Pixi Plus etwas größeren Bildschirm. Letzterer wiegt nur 94 Gramm, ist dünner und hat eine QWERTZ-Tastatur direkt unter dem Display. Palm hat Pixi Plus mit acht Gigabyte Hauptspeicher ausgestattet. In einem Zweijahresvertrag von Vodafone wie dem SuperFlat Internet kostet der Pre Plus 150 Euro, der Pixi Plus 50 Euro. Bei O2 erhält man den Pre Plus für eine Anzahlung von 29 Euro und 24 Monatsraten zu je 20 Euro ohne Vertragsbindung. Beim Pixi Plus werden eine Anzahlung von 29 Euro und 24 Monatsraten von 15 Euro fällig.

Brillante Plattform mit viel Potential

Joshua Topolsky, Chefredakteur des Technik-Blogs Engadget, spekuliert darauf, dass neue Anwendungen für WebOS den Pre Plus im Vergleich zu den Wettbewerbern nach vorne bringen. “Palm hat nicht das schnellste Smartphone, nicht die höchste Bildschirmauflösung und sicherlich nicht die größte Auswahl an Programmen.” Es habe aber eine brillante Plattform mit großem Potenzial, die die Art und Weise verändern könnte, wie Nutzer mit dem Handy leben und arbeiten. Der Technikdienst golem.de lobt die Qualität des neuen Smartphones, kritisiert aber den Preis: Der “Pre Plus ist eindeutig das bessere Pre-Modell, ist aber zum Marktstart im Vergleich zum Pre mit einem Preis von 510 Euro überteuert.”

Die Features des Palm Pre Plus:

  • UMTS/HSDPA 900/2100 und Quad‐Band GSM/GPRS/EDGE: 850/900/1800/1900
  • 3,1 Zoll Multi‐Touchscreen mit 24‐bit Farbe 320×480 Auflösung HVGA Display
  • 16GB interner Speicher (~15GB stehen dem Nutzer zur Verfügung)
  • Webbrowser auf der Basis von Webkit
  • Annäherungssensor: Deaktiviert den Touchscreen und das Display automatisch bei jedem Anruf oder wenn das Telefon ans Ohr geführt wird
  • Lichtsensor: Verdunkelt das Display bei dunkler Umgebung (z. B. am Abend, in schwach beleuchteten Räumen) automatisch, um den Akku zu schonen
  • Beschleunigungssensor: Passt Fotos und Internetseiten automatisch an die Nutzerperspektive an
  • Wi‐Fi 802.11 b/g
  • Integriertes GPS
  • Messaging-Unterstützung (kombinierte IM, SMS und MMS)
  • Multimedia Features, inklusive Fotos, Abspielen von Videos und Musik sowie eine Kamera mit LED Blitz
  • Standard 3.5mm Kopfhörerausgang
  • E-Mail, inklusive Exchange ActiveSync (EAS) (für Microsoft Exchange Server Zugang) und E-Mail-Unterstützung (Google Gmail push, Yahoo! push, POP3, IMAP)
  • Bluetooth® 2.1 + EDR mit A2DP stereo Bluetooth Unterstützung
  • USB-Massenspeicher-Modus/ Laden/microUSB-Anschluss mit USB 2.0 Hi‐Speed
  • QWERTZ Tastatur
  • Ton‐Aus‐Schalter
  • Auswechselbarer Akku
  • Abmessungen: 59.6mm (B) x 100.7mm (H, geschlossen) x 17.5mm (T)
  • Gewicht: 139 Gramm

Die Features des Palm Pixi Plus:

  • UMTS/HSDPA 900/2100 und Quad‐Band GSM/GPRS/EDGE: 850/900/1800/1900
  • 2,63 Zoll Multi‐Touchscreen mit 18‐bit Farbe 320×400 Auflösung TFT Display
  • 8GB interner Speicher (~7GB stehen dem Nutzer zur Verfügung)
  • Webbrowser auf der Basis von WebKit
  • Annäherungssensor: Deaktiviert den Touchscreen und das Display automatisch bei jedem Anruf oder wenn das Telefon ans Ohr geführt wird.
  • Lichtsensor: Verdunkelt das Display bei dunkler Umgebung (z. B. am Abend, in schwach beleuchteten Räumen) automatisch, um den Akku zu schonen
  • Beschleunigungssensor: Passt Fotos und Internetseiten automatisch an die Nutzerperspektive an
  • Wi‐Fi 802.11 b/g
  • Integriertes GPS
  • Messaging Unterstützung (kombinierte IM, SMS und MMS)
  • Multimedia Features, inklusive Fotos, Abspielen von Videos und Musik sowie eine 2-Megapixel Fixed‐Focus Kamera mit LED Blitz
  • Standard 3.5mm Kopfhörerausgang
  • E-Mail, inklusive Exchange ActiveSync (EAS) (für Microsoft Exchange Server Zugang) und E-Mail-Unterstützung (Google Gmail push, Yahoo! push, POP3, IMAP)
  • Bluetooth® 2.1 + EDR mit A2DP stereo Bluetooth Unterstützung
  • USB-Massenspeicher-Modus/ Laden/microUSB-Anschluss mit USB 2.0 Hi‐Speed
  • QWERTZ Tastatur
  • Ton‐Aus‐Schalter
  • Auswechselbarer Akku 1150 mAh
  • Abmessungen: 55mm (B) x 111mm (H) x 10.85mm (T)
  • Gewicht: 94 Gramm

O2 und Vodafone bringen Palm Pre Plus und Pixi Plus nach Deutschland

Palm Pixi Plus

Palm Pixi Plus

Lange mussten die Palm-Kunden in Deutschland auf die neuen Smartphones mit dem webOS warten. Doch nun steht fest, dass sowohl Palm-Partner O2 als auch Vodafone den Palm Pre Plus und das Palm Pixi Plus in Deutschland anbieten werden. Dazu hat Palm diese Mitteilung veröffentlicht:

München, 13. April 2010 – Palm gibt heute bekannt, dass die Palm Pre Plus und Palm Pixi Plus Smartphones ab dem 28. April 2010 sowohl bei o2 als auch bei Vodafone erhältlich sein werden.

„Auf Basis des Erfolges des Palm Pre in Deutschland, freuen wir uns, dass wir das Pre Plus und das Pixi Plus sowohl für o2 als auch für Vodafone Kunden auf den Markt bringen“, sagt Jon Rubinstein, Chairman und Chief Executive Officer von Palm. „Mit den beiden neuen Palm webOS Smartphones bleiben Kunden immer in Verbindung und müssen nichts verpassen.“

Mit einer Slider-Tastatur, einem großem Touchscreen und einem leistungsstarken Prozessor ist das Pre Plus das voll ausgestattete Palm webOS Smartphone. Das Gerät wurde speziell für Anwender entwickelt, die ein einfach zu bedienendes Smartphone mit fortschrittlichen Funktionen möchten, das sie dabei unterstützt, die verschiedenen Aspekte ihres privaten und beruflichen Alltags zu managen. Die Tastatur ermöglicht ein schnelles und einfaches Tippen, während der einzigartige Gestenbereich einen schnellen Zugriff und eine intuitive Navigation bietet. Kunden erhalten daneben eine Speicherkapazität von 16 GB (15 GB verfügbar) für Anwendungen und Medien-Inhalte. Das Pre Plus enthält die Palm Touchstone Rückabdeckung – damit ist es direkt mit der revolutionären induktiven Touchstone Ladestation (separat erhältlich) kompatibel.

Kompletten Beitrag lesen ‘O2 und Vodafone bringen Palm Pre Plus und Pixi Plus nach Deutschland’

Palm öffnet Pre für C/C++-Entwicklung

Bislang waren Anwendungen für Palms Pre-Geräte auf die üblichen Web-Techniken HTML, CSS und JavaScript beschränkt. Nun stellt die Firma die Betaversion eines Plug-in Development Kit (PDK) vor, mit dem sich C- und C++-Programme erstellen und auf dem Smartphone installieren lassen. Die Umgebung existiert zunächst für Mac OS X, wo sie sich in Apples Xcode einfügt, und Windows. Dort integriert sie sich in Visual Studio. Eine Linux-Variante will Palm später nachreichen.

Weitere Details via iX – Palm öffnet Pre für C/C++-Entwicklung

WebOS-Software direkt im Browser entwickeln

Palm hat die Entwicklungsumgebung für WebOS, Ares, als öffentliche Beta veröffentlicht. Mit Ares lassen sich Applikationen für WebOS direkt im Browser entwickeln. Die Installation eines lokalen Software-Developer-Kits (SDK) ist nicht erforderlich, um Programme für WebOS-Geräte wie das Palm Pre oder das Palm Pixi zu entwickeln.

viaAres Beta: WebOS-Software direkt im Browser entwickeln – Golem.de.

Palm Pre im Praxistest (1) – Das iPhone bekommt Konkurrenz

Der Palm Pre bei O2

Der Palm Pre ist nun auch in Deutschland angekommen: Vier Monate nach dem Verkaufsstart in den USA bringt O2 das mit Vorschusslorbeeren bedachte Surf-Handy von Palm für 481 Euro die Läden. Die UMTS-Version des Pre kann auch ohne einen O2-Vertrag erworben werden. Da die deutsche felefonica-Tochter auf eine Netzsperre, also einen Netlock oder SIM-Lock verzichtet, kann das handliche Smartphone aber auch problemlos in den Netzen von T-Mobile, Vodafone oder E-Plus betrieben werden.

In manchen O2-Shops bestehen die Verkäufer darauf, dass die Kunden einen Ratenzahlungsvertrag “MyHandy” abschließen, der aus einem Euro Anzahlung und 24 Raten á 20 Euro besteht. Wem das zu lästig kann, kann aber auch darauf bestehen, das gerät ohne weitere Verpflichtung mit einer Einmalzahlung von 481 Euro nach Hause mitzunehmen.

Wie auf dieser Site mehrfach erläutert, wurde für den Palm Pre mit WebOS ein völlig neues Handy-Betriebssystem entwickelt. Damit ist der Pre im Gegensatz zum iPhone von Apple auch in der Lage, mehrere Anwendungen parallel laufen zu lassen. Dieses “Multitasking” erweist sich im alltäglichen Umgang als sehr praktisch – beispielsweise wenn der Nutzer während eines Telefonats in seinen Online-Kalender schauen möchte.

Punkte sammelt der Palm Pre auch mit “Synergy”. Mit dieser Funktion werden Kontaktinformationen aus einem lokal vorhandenen Adressbuch mit sozialen Netzwerken abgeglichen. Dabei wird für eine Person nur ein Eintrag angelegt. Auch im digitalen Kalender des Pre können unterschiedliche Datenquellen zusammengeführt werden, etwa die Bürotermine aus Microsoft Exhange und private Verabredungen, die in einem Google Kalender eingetragen sind.

Palm Pre mit Tastatur

Vom iPhone setzt sich der Palm Pre auch mit einer Qwertz-Tastatur ab. Sie erscheint, wenn man den Bildschirm des Smartphones nach oben schiebt. Die knubbeligen Tasten sind gewölbt und haben genügend Abstand, um sie nach einer kurzen Eingewöhnungsphase zielgenau mit Daumen oder Zeigefinger zu treffen. Das Display des Palm Pre besitzt wie das iPhone eine Auflösung von 320 mal 480 Pixel, auch wenn der Bildschirm kleiner ist.

Wie Apple hat Palm sich Webkit als technische Grundlage für den Webbrowser auf dem Smartphone ausgesucht. Und da der Palm Pre wie das iPhone eine Bedienung mit zwei Fingern zum Navigieren und Zoomen unterstützt, fällt das Surferlebnis bei beiden Geräten sehr ähnlich aus. Allerdings setzt Palm noch eine veraltete Version des Webkits ein, so dass beim Acid3-Test der Pre grandios scheitert, während der Safari-Browser mit 100 von 100 möglichjen Punkten eine optimale Bewertung bekommt. Mit dem Acid3-Test (Definition in Wikipedia) wird überprüft, ob ein Browser sich zu den Standards des World Wide Web Consortiums (W3C) konform verhält.

Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass Apple und Palm sich für die gleiche technische Grundlage beim mobilen Browsing entschieden haben. Hinter dem Palm-System WebOS steht nämlich der ehemalige Apple-Manager Jon Rubinstein. Der heute 53 Jahre alte Informatiker hatte Apple Ende der 90er Jahre an der Seite von Steve Jobs mit dem iMac vor dem Totalabsturz bewahrt. Bis zum Jahr 2006 verantwortete er dann das iPod-Geschäft.

Eigentlich wollte Rubinstein sich dann als Edelpensionär aus dem Business zurückziehen und zumindest eine Zeitlang sein Leben geniessen. Doch schon wenige Monate nach seinem Ausscheiden bei Apple fragten der damalige Palm-CEO Ed Colligan und eine Gruppe von Investoren an, ob Rubinstein nicht eine zentrale Rolle bei der Erneuerung von Palm einnehmen wolle. Der Damals 51 Jahre alte Informatiler nahm die Herausforderung an und leitete das Team, das den Palm Pre und das neue WebOS entwickelte. Verkürzt könnte man sagen, dass der Vater des iPod nun dem iPhone Konkurrenz machen möchte.

In diesem Video erzählt Jon Rubinstein noch einmal ausführlich, wie er damals von den Palm-Verantwortlichen angeworben wurde.

Die Apple-Vergangenheit von Rubinstein kann man aber auch bei Palm in manchen Punkten wiedererkennen. So legt er großen Wert darauf, seinen Kunden ein absolut perfektes Erlebnis mit dem Produkt zu gewährleisten. Daher hat Palm nicht nur Hard- und Software sorgfältig aufeinander abgestimmt, sondern kontrolliert auch scheinbar Kleinigkeiten. Das fängt bei der Verpackung des Pre, dessen “Unboxing” einfach Spaß macht bis hin zu den Verkaufstellen, in denen möglichst gut geschulte Verkäufer arbeiten sollen, die das Smartphone im Detail kennen.

Es gibt aber auch Punkte, in denen sich Rubinstein bewusst von seiner Apple-Vergangenheit absetzt. Neue Wege geht Palm beispielsweise bei der Steuerung des WebOS auf dem Pre. Mit verschiedenen Gesten – das sind Wischbewegungen auf dem Display – können die wichtigsten Funktionen des Palm Pre aufgerufen werden. Das erfordert ein wenig Übung und auch hin und wieder einen Blick in die Bedienungsanleitung. Aber nach einigen Tagen gehen diese Gesten ohne großes Nachdenken von der Hand. “Wenn man sich an diese Gesten gewöhnt hat, möchte man doch zum iPhone nicht wieder zurück”, sagte mir Rubinstein in einem Interview, der in dieser Frage natürlich nicht neutral ist.

Weiterlesen beim zweiten Teil des Praxistests:
Der Palm Pre im Praxistest (2) – iTunes und der Palm Pre – Palm, iTunes, Rubinstein, iPhone, Version, Deutschland, Apple, Gesten – webOSworld.

Der Palm Pre im Praxistest (2) – iTunes und der Palm Pre

Palm Pre oder iPod?

Palm Pre oder iPod?

Schlagzeilen produzierte in den vergangenen Wochen ein Kleinkrieg zwischen Apple und Palm um die Nutzung der Apple-Software iTunes durch den Palm Pre. Apple hat iTunes so programmiert, dass eigentlich nur Geräte aus dem eigenen Haus, also iPod-Player oder iPhone-Handys, damit synchronisiert werden können. Palm unterlief dies mit einem “Hack”, der den Pre gegenüber iTunes wie ein iPod aussehen ließ.

Die in Deutschland mit dem Palm ausgelieferte Version WebOS 1.1.3 kann mit der aktuellen iTunes-Version 9.01 bereits nicht mehr synchronisieren. In den USA gibt es aber schon die Version 1.2.1, mit der Palm iTunes wieder täuschen kann.

Palm-Chef Rubinstein hält die iTunes-Diskussion ohnehin für abwegig: “Die Debatte um iTunes und Palm hat die Medien viel mehr beschäftigt als uns”, sagte ermir in einem Interview. Es gebe ohnehin mehrere Wege, den Pre mit Multimedia-Inhalten zu bestücken. Zum einen könne der Anwender einfach per Drag&Drop die Medien-Dateien auf den Palm Pre kopieren.

Der Palm Pre kommuniziert mit iTunes 8.2

Schließt man das Smartphone mit einem USB-Kabel an einen PC oder Mac an, erscheint der Pre wie eine externe Festplatte auf dem Desktop bzw. in der Arbeitsumgebung. “Wir haben sehr viel Mühe darauf verwendet, dass die Medientypen einfach erkannt werden und es keine Rolle spielt, in welchen Ordner man die dateien kopiert hat”, sagt Rubinstein.

Neben Drag&Drop könne der Pre-Anwender auch Sync-Programme wie DoubleTwist, Missing Sync von mark/space oder iTunes verwenden. (Anwender in Deutschland sollten derzeit die Version 8.2 von iTunes verwenden.) „Letztlich wird aber alles in der Internet-Wolke landen, für die ich dann überhaupt keine speziellen Programme auf dem PC mehr benötige.“

Schwach sieht der Palm Pre noch bei den Anwendungen aus, die bislang für WebOS und den Pre zur Verfügung stehen. Der “iTunes App Store” von Apple für das iPhone und den iPod touch platzt aus allen Nähten und bietet auch unendlich viele Anwendungen aus Deutschland – im “Palm App Catalog” stehen derzeit nur 200 Handy-Programme, die fast alle aus den USA stammen. So fehlt beispielsweise eine echte Navigationslösung, wie sie TomTom oder Navigon für das iPhone anbieten. “Wir sind zunächst mit einigen ausgewählten Entwicklern gestartet”, erläutert Rubinstein. Inzwischen sei das Paket zur Entwicklung von WebOS-Programmen aber mehr als 10 000 Mal heruntergeladen worden, so dass demnächst viel mehr Apps für den Palm Pre zu erwarten seien.

Foto-Gallerie – Die Anwendungen auf dem Palm Pre:

(Auf Vorschaubilder klicken, um größeres Bild zu sehen.)

Die noch schmächtige Ausstattung des App Catalog ist auch der Hauptkritikpunkt in den aktuellen Rezensionen, die in den vergangenen Tagen erschienen sind. Sonst bekommt Rubinsteins Smartphone durchweg gute Noten: Michael Spehr, der Technikexperte der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” sieht im Pre sogar “ein neues Zugpferd an der Spitze des Fortschritts”. Der Palm Pre sei “ein erstes, sehr erfolgversprechendes Gerät für ein hervorragendes neues Betriebssystem, das weitaus besser gefällt als Symbian von Nokia oder Windows Mobile”.

Dirk Liedtke vom “Stern” sieht im Palm Pre ein “Schmuckstück für iPhone-Verweigerer”. Wie einst der Palm Pilot helfe der Palm Pre, den Alltag unterwegs online zu organisieren. Der Webzugang sei komfortabel, E-Mail-Konten lassen sich abfragen und Kalenderdaten mit dem PC abgleichen. “Zugegeben, das können viele Smartphones, aber der Pre ist ein besonders harmonisches Gesamtkunstwert aus schicken Design und guter Software”, urteilt Liedtke.

Die Fachzeitschrift “c’t” zieht das Fazit, der Palm Pre könne “in vielen, aber nicht allen Disziplinen mit dem iPhone mithalten” und bemängelt “kleine Unstimmigkeiten”. Die offene Architektur lasse auf Zusatzfunktionen und die Unterstützung weiterer Online-Dienste hoffen, “doch das müssen Palm und die Anwendungsentwickler erstmal einlösen. «Bis dahin bekommt man ein vergleichsweise günstiges Smartphone mit einem mächtigen Betriebssystem, das nicht an teure Spezialverträge gebunden ist.”

Auch Matthias Kremp von “Spiegel Online” hofft auf zusätzliche Anwendungen für den Pre. Dieser Mangel werde auch nicht durch einen Emulator ausgeglichen, mit dem man Programme für das alte Palm OS auf dem Pre zum Laufen bekomme. Sein Urteil zu dem neuen Smartphone: “Es bricht mit Traditionen, ist einmalig. So wie das iPhone, nur anders.”

Die Daten des Palm Pre (Quelle: heise.de)

Die Daten des Palm Pre (Quelle: heise.de)

Palm Pre: Exklusiv bei O2 ab 13. Oktober für 481 Euro

Logo O2Nun steht das Lauchndatum für den Palm Pre in Deutschland fest: O2 startet am 13. Oktober den Verkauf des Smartphones hierzulande. Am 16. Oktober folgt dann der Marktstart in Großbritannien und Irland – rund 4 Monate nach dem Launch des Palm Pre in den USA.

Wie bereits berichtet, verzichtet O2 auf einen Netlock, um sich hier von der restriktiven und verbraucherunfreundlichen Vertriebspolitik von T-Mobile mit dem iPhone abzusetzen. Wer bei O2 einen Palm Pre haben möchte, muss 481 Euro zahlen. Über die Ratenkaufoption “MyHandy” von O2 wird dieser Betrag dann auf zwei Jahre in Monatsraten 20 Euro aufgeteilt wird, plus 1 Euro Anzahlung.

O2 bietet das Palm Pre in Deutschland mit freier Vertragswahl an. “Für die mobile Internetnutzung empfiehlt sich die Zubuchung der Handy-Surfflatrate für 10 Euro im Monat. Damit surfen Kunden bis zu einem Volumen von 200 MB mit einer Geschwindigkeit bis zu 7,2 MBit/s (HSDPA) mobil im Internet. Anschließend wird diese auf ISDN-Niveau reduziert”, heißt es in der Pressemitteilung von 02. Neben dem Tarif “Internet M” für 10 Euro im Monat bietet O2 weiterhin auch ein größeres Paket “Internet L” an, bei dem es keine Volumenbegrenzung gibt.

Pressemitteilung – 13. Oktober 2009: o2 bringt Palm Pre auf den Markt.

Apple vs. Palm Pre: iTunes-Synchronisationsstreit eskaliert

In den Streit zwischen Apple und Palm um die iTunes-Funktionalität des Palm Pre hat sich nun die USB-Regulierungsstelle USB Implementers Forum eingeschaltet. Weil Palm seinen Pre via iTunes synchronisiert und Apple gelegentlich die Palm-User bei Updates aussperrt, ist die Stimmung zwischen beiden Unternehmen gespannt. Palm droht nun jedoch eine Bauchlandung.

via Apple vs. Palm Pre: iTunes-Synchronisationsstreit eskaliert.

Palm-CEO Jon Rubinstein bei Engadget

Hosts: Joshua Topolsky
Guest: Jon Rubinstein, CEO Palm, Inc.

The Engadget Show – 001: Jon Rubinstein, Bit Shifter, iPod event, Moto CLIQ, N900.

heise online – 18.09.09 – Palm nimmt Abschied von Windows Mobile.

Palm stellt webOS 1.1 vor – Besserer Exchange-Support – iTunes-Sync wieder möglich

Palm hat eine überarbeitete Version 1.1 des Mobile-Betriebssystems webOS vorgestellt. Die Unterstützung für Exchange ActiveSync (EAS) ermögliche nun auch die Fernlöschung eines gestohlenen oder verloren gegangenen Palm Pre, teilt Palm im offiziellen Firmen-Blog mit. Außerdem unterstütze webOS nun auch die Passwort/PIN-Anforderungen von EAS, das Timeout bei Inaktivität und können nun besser mit Zertifikaten umgehen.

Palm hat das Update außerdem genutzt, Apple wieder ein Schnippchen zu schlagen. So kann ein Palm Pre wieder mit der aktuellen iTunes-Software wie ein iPod oder ein iPhone synchronisiert werden. Das webOS wird über die WLAN- oder Mobilfunkverbindung aktualisert.

The Official Palm Blog: Palm webOS 1.1 enhances support for enterprise — and beyond.